Durch die Wüste Negev

Neben den Städten Sderot und Jerusalem bereiste die CVJM-Gruppe Wiederstein-Zeppenfeld auch die Wüste Negev. Foto: SK

Vom Mount Ardon reicht der Blick bei guter Sicht bis zur ägyptischen Grenze und bis zum Toten Meer. Auf diesen Berggipfel mitten in der Wüste Negev hatte es jetzt eine Reisegruppe des CVJM Wiederstein-Zeppenfeld verschlagen. Sie bereisten das Land Israel und informierten sich vor Ort über die Lage in den Städten Sderot und Gaza.

An der Universität in Sderot trafen die Siegerländer mit Achlamar Peretz zusammen. Sie berichtete über ihr Leben in der Grenzstadt, die ständig unter Raketen-Beschuss liegt. Sie erzählte auch, dass deshalb die Kinder in den Pausen ihre Schulen nicht verlassen dürfen. Die wanderbegeisterten jungen Leute aus der Gemeinde Neunkirchen waren dann auch gemeinsam mit Freunden aus dem Kibuz Ma´barot im Partnerkreis Emek Hefer unterwegs. Landrat Ran Idan begrüßte die Gruppe und hieß sie im Namen des Kreises herzlich willkommen.

Neben der Universität des Kreises und den Projekten zur Wasseraufbereitung besuchte die Gruppe auch En Haroe, ein Zentrum zum Gedenken an die Opfer der Shoa und zugleich eine Schule. Im Gespräch mit einem Rabbi stellte dieser klar, wie wichtig Erinnerungsarbeit gerade für junge Leute sei. Auch die Begegnung mit Zvi Cohen, einem Überlebenden aus Theresienstadt, beeindruckte die Gruppe tief.

Am Schluss der Reise stand Jerusalem für drei Tage auf dem Programm. Die Siegerländer faszinierte besonders die verschiedenen Religionen und deren unterschiedlichen Ausprägungen, die Yad Vashem, eine Gedenkstätte der nationalsozialistischen Judenvernichtung, den Tempelberg, die Grabeskirche und die Klagemauer besuchen. Die Neunkirchener freuen sich bereits auf den Gegenbesuch ihrer neuen Freunde aus Ma´barot. Im Siegerland wird die Gruppe wandern und ein Kulturprogramm erleben.

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