"Ein Haus des Lernens"

Regierungsschuldirektor Reinhold Klüter, Bürgermeister Bernhard Baumann, und stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Weber begrüßten Jochen Haardt (2.v.l.). Foto: Wroben

Mit einer kleinen Feierstunde wurde Jochen Haardt als neuer Schulleiter des Dietrich Bonhoeffer-Gymnasiums von Kollegen, Schülern, Mitgliedern des Fördervereins und der Chefetage des Rathauses begrüßt.

Im Juli war Oberstudiendirektor Ulrich Fischer nach 37-jähriger Tätigkeit, davon sechs Jahre als Schulleiter, aus dem Amt verabschiedet worden. Oberstudiendirektor Haardt übernahm offiziell bereits am 1. August die "Amtsgeschäfte". Er ist erst der vierte Schulleiter des Gymnasiums, das in vier Jahren auf eine 50-jährige Historie zurückblicken kann. Haardt ist 48 Jahre alt, verheiratet, und hat einen siebenjährigen Sohn. Der in Siegen lebende Haardt baute 1983 sein Abitur am Löhrtor-Gymnasium in Siegen und absolvierte dann eine Ausbildung zum Bankkaufmann in Dillenburg. Von 1988 bis 1995 folgte das Studium für das Lehramt der Sekundarstufen I und II in den Fächern Englisch und Evangelische Religionslehre sowie 1990/91 ein Auslandsstudium an der University of Edinburgh (Schottland).

Nach dem Referendariat am Siegener Peter-Paul-Rubens-Gymnasium (1995 - 1997) folgte die Einstellung als Lehrer am Städtischen Gymnasium Olpe. 2005 bis 2007 absolvierte er erfolgreich den Masterstudiengang Schulmanagement an der Technischen Universität Kaiserslautern. 2006 wurde er zum stellvertretenden Schulleiter am Städtischen Gymnasium Olpe ernannt.

Doch nicht nur in der Schule sorgt Haardt mit seinen Ideen für frischen Wind. Von 1988 bis 2008 war er Presbyter in der Evangelischen Erlöserkirchengemeinde in Siegen und er ist in seiner Freizeit als Fußball-Jugendtrainer bei der SG Siegen-Giersberg aktiv.

"Verbundenheit mit der Region"

Der Leitende Regierungsschuldirektor Reinhold Klüter sprach in seinem Grußwort von einer "nahtlosen Übergabe" und strich die "Verbundenheit mit der Region" heraus, für die Haardt stehe. Die sei "eine Herausforderung für die Arbeit in Neunkirchen". Er werde "bewährte Strukturen fortsetzen", aber zugleich auch "Neues mit Augenmaß" in Angriff nehmen. Haardt sei in seinem neuen Amt ein "Wächter", der darauf achten müsse "wo es lang geht". Er ging ferner auf Reformen, den Wandel in der Altersstruktur des Kollegiums und die künftige Gestaltung der Schullandschaft ein. Die verschiedenen Erfahrungen, die Haardt bisher in seinem Leben gemacht habe, würden ihm dabei helfen, sein Amt effektiv auszuüben. Bürgermeister Bernhard Baumann sagte, dass nun eine neue Ära beginne. Haardt müsse den Teamgeist erhalten und fördern und dabei den "richtigen Weg zwischen Tradition und Innovation" finden. Baumann hob zudem die "soziale Kompetenz" von Haardt hervor.

Der Vorsitzende des Fördervereins der Schule, Wolfgang Schlüter, wünschte Haardt viel Erfolg für seine neue Schaffensperiode und überreichte ihm einen prall gefüllten Präsentkorb. Haardt selbst ging in seiner ersten offiziellen Ansprache als neuer Schulchef auf das "Gefühl des Zuhause-Seins" näher ein. Das Gymnasium am Rassberg müsse ein Zuhause sein, "wo jeder in seiner Individualität angenommen wird". "Bewertungen" sollen "hilfreiche Orientierungen" bieten, "Lernen soll ansteckend wirken". Haardt zufolge ist "die Schule ein Haus des Lernens, an dem immer weiter gebaut wird".

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