18 neue Streitschlichter am Standort Neunkirchen

Friede, Freude, Eierkuchen? - Gemeinschaftliche Sekundarschule bildet Streitschlichter aus

Rollenspiele bilden einen wichtigen Bestandteil der Streitschlichter-Ausbildung der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen.

Burbach/Neunkirchen – Seit dem Schuljahr 2014/2015 gibt es die Streitschlichtung in der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen am Standort Burbach. Am Standort Neunkirchen werden seit Herbst 2019 18 Streitschlichter ausgebildet.

Dass es gelegentlich zu Auseinandersetzungen zwischen zwei oder mehreren Menschen kommt, ist normal. Nicht immer können alle der gleichen Meinung sein. Doch bevor eine Diskussion eskaliert, hilft es, eine vermittelnde Person hinzuzuziehen. Diese Person nennt man Mediator, Konfliktlotse oder – wie in der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen – Streitschlichter.

Allesamt haben sie sich freiwillig auf dieses Angebot gemeldet. Nach einer Abschlussprüfung mit Zertifikat werden sie ab dem kommenden Schuljahr bei Zwistigkeiten hinzugezogen.

„Du erzählst nur Schrott!“ Äußerungen wie diese können einen handfesten Streit zur Folge haben. Um in solchen Fällen intervenieren zu können, müssen die zukünftigen Schlichter viel über Interaktion, über Gefühle und Kommunikation erfahren. Das alles wurde zunächst in einem Schnupperkurs angeboten. Ab dem nächsten Halbjahr treffen sich die Streitschlichter wöchentlich.

Grundlagen des Streitschlichter-Seminars

Wie Kommunikation funktioniert, ist eine der wichtigsten Grundlagen des Streitschlichter-Seminars. „Wer weiß, wie Mimik und Gestik richtig zu deuten sind, wie man Fehlinterpretationen vermeiden und Ich-Botschaften statt Vorwürfe formulieren kann, der ist imstande, Konfliktsituationen zu entschärfen und dabei zu helfen, einen Konsens zu finden“, heißt es in einer Presseinfo.

Neben vielen jugendgerecht aufbereitete Infos, wie etwa YouTube-Videos, erarbeiten die 14- und 15-Jährigen Kommunikationslösungen und üben in Rollenspielen wie man mit Konfliktsituationen umgeht. „Die Streitschlichter sollen Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner für jüngere Schülerinnen und Schüler sein“, erklären Melanie Büdenbender und Anne Kiefel. Die beiden Lehrerinnen bieten den Workshop an. Sie betonen, dass „im Zweifelsfall oder wenn ein Streit doch zu eskalieren droht, eine Lehrkraft hinzugezogen“ wird.

„Wenn Probleme durch einen vermittelnden Schüler und somit auf Augenhöhe gelöst werden können, ist das für alle Beteiligten eine Win-win-Situation. Da die Ergebnisse erarbeitet werden, bekommt niemand eine Meinung übergestülpt. Das stärkt die Problemlösungskompetenzen der Beteiligten“, so Büdenbender.

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