Frühstück mit viel "Kritik"

Bei einem gemütlichen Frühstück referierte Redakteurin Ulrike Schild des Evangeliumsrundfunk über das Thema 'Kritik'.

Zu einem besonderen Frühstück mit Referentin Ulrike Schild hatte die evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen jetzt ins Gemeindehaus Hochstraße eingeladen.

Etwa 120 Frauen waren gekommen und freuten sich auf einen Morgen mit guten Begegnungen, Gesprächen und neuen Impulsen für den Alltag. Musikalisch umrahmt wurde der Morgen von Sebastian Strunk am Klavier und Simon Wiltraut mit der Posaune. Für das "geistige Wohl" sorgte an diesem Morgen die Redakteurin des Evangeliumsrundfunks Wetzlar, Ulrike Schild. Zum Thema "Kritik geben - Kritik ertragen" referierte sie anschaulich und mit vielen Beispielen diesen eher kritischen Gesprächsstoff. Kritik muss nicht ausschließlich negativ sein, dennoch, für die meisten Menschen hat Kritik etwas mit Ablehnung zu tun. Sie reagieren darauf aggressiv und beleidigt. Manche verbieten sich Kritik sogar. "Warum kritisieren wir eigentlich? Zum Beispiel aus Hilfsbereitschaft. Da muss etwas aus echten Gefühlen aus- und angesprochen werden. Zum Leben gehört Ehrlichkeit: Kritik, hinter der ein ehrliches Anliegen steckt. Kritische, beleidigende Worte im falschen Moment können schmerzhaft sein. Worte kann man nicht zurück nehmen", hieß es. Negative Kritik verursacht ein schlechtes Selbstwertgefühl. Der Mensch reagiert damit auf Stress und Unwohlsein. Es hemmt die Leistungsfähigkeit. "Deshalb tragen wir Verantwortung für die Kritik, die wir an andere weitergeben".

Wie gehe ich damit um, wenn mich Kritik erreicht? "Richtig und ruhig zuhören, gelassen bleiben. Nicht spontan reagieren aus einem Gefühl des Angriffs heraus. Es geht darum, das Gesagte zu überdenken. Ein Satz aus dem ,Vater unser' kann uns dabei helfen: und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern", so Schild.

Nicht die Anklageform, die nur Dampf ablasse, sondern konstruktive Kritik helfe, baue auf und ermutige. Gott selbst sei den Menschen dabei ein echtes Vorbild. Er mache ihnen ein gutes Angebot. Er hätte Anlass, den Menschen im höchsten Maß zu kritisieren. Aber er habe die Menschen so geliebt, dass er seinen Sohn ans Kreuz schlagen ließ und ihn für die Menschen geopfert hat, hieß es zum Abschluss des Vortrags.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare