Hilfe im Ausbildungsdschungel

Realschule des Freien Grundes bot Berufsorientierungstage an

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Bei den Berufsorientierungstagen an der Realschule des Freien Grundes erführen die Schüler aus erster Hand Wissenswertes über Ausbildungsberufe in den unterschiedlichsten Branchen. Im Rahmen der Infoveranstaltung von SSI Schäfer konnten sie sich auch praktisch ausprobieren. 

Neunkirchen. Wie komme ich an eine Lehrstelle in meinem Traumberuf? Was muss ich für eine Ausbildung mitbringen? Oder: Welche Möglichkeiten habe ich generell nach der Schule? Diese Fragen beschäftigen aktuell wieder viele Schüler.

Um den Jugendlichen eine Orientierungshilfe im Ausbildungsdschungel zu geben, bot die Realschule des Freien Grundes Neunkirchen ihren Schülern in dieser Woche wieder die Berufsorientierungstage an – diesmal erstmals gemeinsam mit der Kopernikusschule.

Insgesamt 25 Firmen und Institutionen stellten sich und ihre Ausbildungsberufe am Mittwoch und Donnerstag den 200 Schülern der Klassen 8 bis 10 in Informationsveranstaltungen vor. Das waren so viele wie noch nie zuvor. „Aufgrund der Tatsache, dass wir jetzt hier in der Kopernikusschule mehr Platz haben, konnten wir auch mehr Gäste einladen“, erklärte Dr. Regina von Essen, Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung an der Realschule.

Bei der Auswahl der Firmen legten sie und Schulleiter Joachim Steinebach Wert auf eine große Bandbreite. Werkstatt- und Verwaltungsberufe wurden ebenso präsentiert wie kaufmännische Ausbildungen und Pflegeberufe. Zum ersten Mal dabei waren die Firma Lidl, die Berufsmöglichkeiten im Einzelhandel vorstellte, sowie das Autohaus Mühlenbruch, das Einblicke in die KFZ-Berufe gab. „Diese Sparten fehlten bisher in unserem Portfolio, aber da wir nun mehr Platz und auch mehr Schüler haben, konnten wir diese Lücke schließen“, so Dr. Regina von Essen.

Maximal vier Infoveranstaltungen, die sie sich vorher aussuchen konnten, besuchten die Schüler an den beiden Tagen. Besonders großes Interesse erweckte bei den Jugendlichen die TÜV-Rheinland-Schule, die den Beruf des Kosmetikers näher erklärte. Auch wer sich für die gymnasiale Oberstufe oder ein Studium interessiert, fand bei den Orientierungstagen kompetente Ansprechpartner, denn auch die bbs Betzdorf-Kirchen, das Berufskolleg Technik, das Berufskolleg AHS, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, die Gesamtschule Eiserfeld und die Uni Siegen waren vertreten. Darüber hinaus informierte das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben über den Bundesfreiwilligendienst.

Für diejenigen Schüler, die schon einen festen Ausbildungsplatz haben, gab es eine Infoveranstaltung zum Thema „Die ersten 100 Tage im Beruf“. Abgerundet wurde das Programm durch verschiedene Wahlveranstaltungen rund um die Themen Einstellungstest, gesunde Ernährung und Sozialkompetenztraining sowie individuelle Beratungsgespräche durch die Agentur für Arbeit und Vorstellungsgespräche unter „Prüfungsbedingungen“ mit der Firma Hering Bau.

Die Realschule veranstaltet die Berufsorientierungstage bereits seit fünf Jahren. „Wir haben die Veranstaltungen bewusst an zwei Tagen gebündelt, da so das Thema Ausbildung mehr im Fokus ist, als wenn man immer wieder mal eine einzelne Veranstaltung dazu anbietet“, erklärte Dr. Regina von Essen. Dass das Konzept durchaus Früchte trägt, sah man am Mittwoch daran, dass einige ehemalige Schüler als Ausbildungsbotschafter über ihre Ausbildungen berichteten.

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