Kleine große Vorbilder: Gemeinde Neunkirchen und innogy vergaben Klimaschutzpreise

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Mächtig stolz waren die Gewinner des Klimaschutzpreises 2018, den die Gemeinde Neunkirchen mit innogy ausgelobt hatte. Am Dienstag überreichten die stellvertretende Bürgermeisterin Annegret Lück (3.v.r.), Umweltberater Matthias Jung (hintere Reihe, 4.v.l.), die stellvertretende Vorsitzende des Umwelt- und Verkehrsausschusses Almuth Bickart (hintere Reihe 2.v.l.) und Peter Imhäuser von innogy (2.v.r.) die Urkunden. 

Neunkirchen. Wenn es um den Klima- und Umweltschutz geht, dann sind in der Gemeinde Neunkirchen viele Kinder ganz vorn dabei. Das zeigte sich einmal mehr am Dienstag bei der Vergabe des Klimaschutzpreises 2018.

Drei der vier Preise, die die Gemeinde Neunkirchen gemeinsam mit dem Energieversorger innogy überreichte, gingen an Grundschul- und Kindergartenprojekte.

Das freute besonders die stellvertretende Bürgermeisterin Annegret Lück, die die Gewinner im Ratssaal der Gemeinde herzlich willkommen hieß. Schließlich könne man nicht früh genug damit beginnen, auf die Klimaproblematik aufmerksam zu machen und für das Thema zu sensibilisieren. „Klasse habt ihr das gemacht, ihr könnt stolz auf euch sein“, sagte Lück in Richtung der Kinder. Sie hofft nun, dass die Nachwuchsklimaschützer am Thema dran bleiben und Nachfolger finden, damit die Projekte nicht sterben, wenn sie die Kita oder die Grundschule verlassen haben. „Wenn euch das gelingt, dann habt ihr noch mehr gewonnen als die Urkunde.“

Ähnliches meinte auch Umweltberater Matthias Jung. Er hob besonders die Nachhaltigkeit der ausgezeichneten Projekte hervor. „Solche Projekte werden erst wirklich wertvoll, wenn man dranbleibt. Denn nur wenn es keine Eintagsfliege ist, kann es nützlich für die Umwelt sein.“

Den ersten Preis (600 Euro) erhielt die offene Ganztagsschule Salchendorf für ihr Schulgarten-Projekt „Umwelt erleben, erhalten, gestalten.“

Der zweite Preis (400 Euro) ging an Werner Koch, der nicht nur eine naturnahe Außenanlage pflegt, sondern sich seit vielen Jahrzehnten auch im BUND und als sogenannter Landschaftswächter engagiert. Mit seiner Auszeichnung habe man ein Zeichen setzen wollen, erklärte Almuth Bickart, stellvertretende Vorsitzende des Umwelt- und Verkehrsausschusses: „Wir hoffen, dass wir dadurch Menschen zum Nachmachen motivieren können.“

Über den dritten Preis (300 Euro) konnten sich die Schüler und Lehrer der offene Ganztagsschule Neunkirchen freuen. Die Kinder hatten in der Kreativwerkstatt und der PC-AG ein Umweltspiel zum Thema Mülltrennung entwickelt.

Mit dem vierten Preis (200 Euro) wurde die AWo Kita Zeppenfeld geehrt. Die Kinder und Erzieherinnen kümmern sich seit geraumer Zeit um Obstbäume, Beerensträucher, Hochbeete und einen Kompost, beschäftigen sich mit den Themen Wasser, Strom, Wärme und Energie sparen und stellen Kunstwerke aus alten Verpackungen her.

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hatte in seiner Sitzung im vergangenen November über den Preis in Höhe von insgesamt 1500 Euro entschieden. Die Gemeinde stellte dafür 500 Euro zur Verfügung, die restlichen 1000 Euro kamen von innogy.

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