Beschwerde- und Ideenmanagement hat sich bewährt

Kommunales Erfolgsmodell

Neunkirchen. Vor sieben Jahren hat die Gemeinde Neunkirchen ihr Beschwerde- und Ideenmanagement eingeführt.

Dadurch haben Bürger die Möglichkeit, auf verschiedenen Wegen Kritik, Anregungen, Verbesserungsvorschläge, aber auch Beschwerden zu äußern.

Wie die Verwaltung in dieser Woche nun dem Haupt- und Finanzausschuss mitteilte, haben von Januar 2010 bis April 2015 560 Personen den Service genutzt und sich mit den unterschiedlichsten Anliegen an die Verwaltung gewandt.

Die häufigste Kontaktaufnahme mit der Behörde erfolgte über das Internet (394 Bürger). 87 riefen an, 77 teilten ihr Anliegen in einem Kontaktformular mit und lediglich zwei trugen ihr Anliegen persönlich vor Ort im Rathaus mit. Von den 560 Meldungen hätten sich 196 Meldungen auf Straßenschäden und -verschmutzungen bezogen, heißt es in dem Schreiben der Verwaltung. Insbesondere abgesenkte Gullideckel, defekte Pflaster oder aber verdrehte und verschmutzte Straßenschilder wurden gemeldet. 36 Bürger hätten Müllablagerungen im Gemeindegebiet gemeldet. Bei 125 Personen sei das Ortsbild Grund für eine Meldung gewesen. Hier seien unter anderem wuchernde Hecken, Verkehrssituationen, Hundekotablagerungen und Mängel auf den Friedhöfen gemeldet worden. Aber auch allgemeine Anregungen zur Verbesserung des Ortsbildes seien vorgetragen worden. 42 Personen hätten defekte Straßenleuchten moniert, 31 den Winterdienst. Missstände auf Spielplätzen seien in fünf Fällen kritisiert worden.

Unter der Rubrik Sonstiges hat die Verwaltung Anliegen von 132 Bürgern zusammengefasst. Hier seinen zum Teil sehr persönliche Anliegen geäußert worden, die Leerung der Mülltonnen bemängelt und die Schaltung von Straßenlampen kritisiert worden. Weiterhin seien Anregungen zu den Öffnungszeiten und der Preisgestaltung des Familienbades, Verstöße gegen das Rauchverbot in der Gastronomie und Mängel an gemeindlichen Gebäuden vorgetragen worden.

Die eingehenden Meldungen werden unmittelbar nach Eingang an den entsprechenden Fachbereich weitergeleitet. Von dort muss innerhalb eines gesetzten Zeitrahmens eine Rückmeldung an den Bürger erfolgen. Ist dem Anliegen innerhalb dieser Frist nicht nachzukommen, erfolgt eine Rückmeldung bezüglich des Sachstandes“, erklärt die Verwaltung.

Im Neunkirchener Rathaus ist man jedenfalls vom Beschwerde- und Ideenmanagement überzeugt: „Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass es sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat und dazu beiträgt, das Dienstleistungsangebot der Gemeinde wesentlich zu verbessern.

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