Notwendige Pflegemaßnahmen

Licht für seltene Pflanzen: Steinbruch Malscheid von störenden Gehölzen befreit

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Neunkirchens Umweltberater Matthias Jung, Michael Gertz von der Unteren Naturschutzbehörde und Jutta Capito als Vertreterin der Neunkirchener CDU-Fraktion (v.l.) sehen sich die Malscheid nach den Pflegemaßnahmen an.

Neunkirchen. Gemeinsam haben die Untere Naturschutzbehörde und die Umweltberatung der Gemeinde Neunkirchen kürzlich den Basaltsteinbruch des Naturschutzgebietes Malscheid von störenden Gehölzen befreit – eine notwendige Maßnahme.

Denn über die Jahre hatte sich dort – über natürliche Sukzession – ein übermäßig großer und dichter Gehölzjungwuchs an Pappeln, Weiden, Birken und Ginster entwickelt. Das führt zur Verdrängung der im Steinbruch auf viel Licht und damit offenes Gelände angewiesenen Mager- und Trockenrasen. Im Pionier-Trockenrasen und Sandmagerrasen kommen einige, teilweise sehr seltene Pflanzenarten vor, die auf viel Sonneneinstrahlung angewiesen sind. Mit zunehmender Verbuschung drohen diese ökologisch wertvollen Bestände mehr und mehr zu verschwinden. Zusätzlich sind im Steinbruch zahlreich vorkommende, teilweise gefährdete Schmetterlingsarten auf Licht und Sonne angewiesen. Des Weiteren ist es auch von Bedeutung, dass die Steinschutthalden am Fuß der Steilwände und auch die Röhrichte und Stillgewässer im Steinbruch möglichst weitgehend von Gehölzen freigehalten werden.

Diese Aufnahme entstand vor der Gehölzentnahme. Insbesondere Birken, aber auch anderes Gehölz nahm den seltenen Pflanzenarten das Sonnenlicht.

Die notwendigen Pflegemaßnahmen hatte im vergangenen Jahr die CDU im Rat der Gemeinde beantragt. Um nicht komplett auf einmal, sondern zeitlich versetzt die Gehölze zu entfernen, wurde der Steinbruch in drei Pflegebereiche unterteilt. Das dritte Areal, inmitten des Steinbruches, auf dem sich noch die meisten und größten Gehölze befinden, ist frühestens für diesen Herbst zur Fällung und Entfernung des Schnittgutes vorgesehen.

In Zukunft wird sich erneut eine entsprechende Entwicklung mit aufkommendem Jungwuchs einstellen, sodass in ein paar Jahren die schrittweise Entfernung der Gehölze erneut anstehen wird. Untere Naturschutzbehörde und Umweltberatung Neunkirchen freuen sich über die gute Zusammenarbeit bei dieser Pflegemaßnahme. Sie könne allerdings erst dann ihre volle Wirksamkeit erlangen, wenn die Beeinträchtigungen durch das Lagern, verbunden mit anfallenden Abfallmengen und das Baden unterbunden werden, erklärt die Gemeinde. Auch in diesem Jahr würden deshalb entsprechende Kontrollen in Verbindung mit Ordnungsgeldern erfolgen.

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