„Mach mal P.A.u.s.e!“: 2. Demenz-Info- und Beratungstag am 26. September in Neunkirchen

Die Organisatorinnen und Bürgermeister Bernhard Baumann laden zum zweiten Demenz-Informations- und Beratungstag ein.

Neunkirchen. Am kommenden Mittwoch, 26. September, dreht sich im Otto-Reiffenrath-Haus alles um das Thema Demenz: Dann lädt Seniorenberaterin Bettina Großhaus-Lutz pflegende Angehörige von Demenzkranken und alle anderen Interessierten zum zweiten Demenz-Informations- und Beratungstag ein.

Unter der Überschrift „Mach mal P.A.u.s.e!“ stellen von 10 bis 17 Uhr insgesamt 20 Hilfsdienstleister ihr Leistungsportfolio vor und stehen den Besuchern Rede und Antwort bei Fragen und Problemen.

Was gibt es beim Umgang mit Demenzpatienten zu beachten? Wo finde ich schnelle Hilfe oder eine Betreuungskraft? Und wie sieht es mit der Finanzierung aus? Über diese und viele weitere Dinge können die Besucher mit den anwesenden Dienstleistern ganz in Ruhe sprechen. Dafür steht in der Mitte des Raumes extra eine „Plauderinsel“ bereit, also eine Sitzgruppe mit Getränken und Snacks, auf der Platz genommen werden darf und soll. „Das soll nicht einfach nur eine Veranstaltung zum Durchgehen und Flyer mitnehmen sein“, so Bettina Großhaus-Lutz. „Wir möchten den Menschen eine Möglichkeit geben, sich adäquat, unauffällig und tiefgreifender zu informieren und auch Sorgen mitteilen zu können, wenn sie das möchten.“ Vorträge über die Krankheit und über die Themen „Humor in der Begleitung“, „Wohnberatung“ und „Sterbebegleitung von Demenzkranken“ runden das kostenfreie Angebot ab.

Der Informations- und Beratungstag findet in Kooperation mit dem „Runden Tisch Demenz“ des Kreises Siegen-Wittgenstein statt, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Seit 2008 setzen sich die unterschiedlichen Akteure dafür ein, die Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen Schritt für Schritt zu verbessern. Stand am Anfang vor allem die Aufklärung über die Krankheit im Fokus der Arbeit, spiele inzwischen auch die Teilhabe von Menschen mit Demenz am kulturellen und sozialen Leben eine große Rolle, so Charlotte Boes vom Demenz-Servicezentrum Südwestfalen.

 „Wir erleben, dass sich das Thema in der Gesellschaft wandelt. Es geht nicht mehr nur allein um Information, sondern auch um die Schaffung von Angeboten für demenzkranke Personen.“ Ein Beispiel dafür seien die eigens für Betroffene geschaffenen Museumsführungen in Wilnsdorf, Freudenberg und Siegen. „Es kommen mehr Menschen mit Demenz in die Öffentlichkeit, das ist eine gute Entwicklung“, so Boes. Nichtsdestotrotz sei die Aufklärung und Information nach wie vor von großer Wichtigkeit, denn das Thema betreffe die gesamte Gesellschaft.

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