Mobil einfach mehr erfahren

Bürgermeister Bernhard Baumann brachte einen QR-Code auf seinem Dienstwagen an. Nicole Morgenschweis (Pressestelle) scannt den Code. Fotos: Thorsten Wroben

Touristen stehen vor dem mit viel Liebe und großem Aufwand restaurierten Haus Toni Weber in Altenseelbach und wollen nähere Informationen zu dem Gebäude. Details wie Öffnungszeiten und Historie können sie jetzt in nur wenigen Sekunden "mobil" erfahren. Einzige Voraussetzung ist der Besitz eines sogenannten Smartphones, das inzwischen rund ein Drittel aller Mobilfunknutzer ihr Eigen nennen.

Die Gemeinde Neunkirchen gab am Dienstag als erste Kommune im Kreisgebiet den Startschuss für den Einsatz von QR-Codes. Als quadratische Aufkleber werden die QR-Codes auf Acrylplatten geklebt, die an den öffentlichen Gebäuden wie Bibliothek, Bürgerhaus, Freizeiteinrichtungen wie dem Familienbad Freier Grund und Sehenswürdigkeiten wie dem Haus Heinrichs in Salchendorf und dem Pfannenbergturm angebracht werden. Man muss dann lediglich mit dem Smartphone den Code einscannen und wird direkt zur passenden Internetseite weitergeleitet.

"Wollen die Nase vorn haben"

Dieses Zusatzangebot ist komplett kostenlos. "Im Kreisgebiet wollen wir die Nase vorne haben", so Bürgermeister Bernhard Baumann, der über einen Geschäftsmann vom Erfolg der QR-Codes in den Niederlanden gehört hatte, und die Realisierung fortan forcierte. Der Aufwand solche QR-Codes mit dem jeweils speziellen Logo in der Mitte zu erstellen, sei äußerst gering. Baumann sprach von einem rasant wachsenden Markt, aktuell würden bereits 20 Prozent der Smartphone-Besitzer mit QR-Codes arbeiten. Die Zielgruppe sind die 35 bis 44-Jährigen.

Das Gemeindeoberhaupt will dadurch die bisher eher vernachlässigte Transaktionsebene stärker in den Vordergrund heben. Ferner erhofft sich Baumann durch dieses Alleinstellungsmerkmal im Bereich "Mobiles Marketing" einen Imagegewinn und die Stärkung des Tourismus. Informationen per QR-Code zu neuen Baugebieten wie "Unterm Steimel" sind ebenso angedacht.

15 QR-Codes sind insgesamt aktuell bereits erstellt, weitere sollen in der Zukunft folgen. Baumann brachte den ersten Aufkleber persönlich auf der Heckscheibe seines Dienstwagens an. Im Kopfbogen der gemeindlichen Schreiben und im Amtsblatt ist der QR-Code ebenfalls eingearbeitet. In 2013 soll als nächster Schritt eine eigene kostenlose Neunkirchen-App für Handynutzer an den Start gehen.

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