100-jähriger Baum fiel dem Harvester zum Opfer

Nostalgische Linde gefällt

Das Ende eines langen Lebens: Vor rund 100 Jahren wurde die Linde an der Frankfurter Straße gepflanzt – nun musste der Baum aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Neunkirchen. Sie war stattlich und zeigte keinerlei Anzeichen einer Krankheit. Dennoch musste eine etwa einhundert Jahre alte Linde in der Frankfurter Straße gefällt werden.

Der Grund: Im vergangenen Jahr war der Stamm des Baumes von einer unbekannten Person unmittelbar oberhalb des Bodens rundherum mit einer Motorsäge eingesägt worden. Der Schnitt beschädigte sowohl die Rinde als auch das sogenannte Kambium, eine dünne Zellschicht, die für die Bildung von Borke und Holz verantwortlich ist. Aufgrund der massiven Zerstörung der wichtigen Versorgungsleitung konnte der Baum keine Nährstoffe mehr transportieren.

Bevor er zur Gefahr für Anwohner oder Verkehrsteilnehmer werden konnte, wurde der Baum jetzt vom Landesbetrieb Straßen NRW gefällt.

Neunkirchens Umweltberater Matthias Jung zeigte sich betroffen: „Eine Tat wie diese muss jeden umwelt- und naturbewussten Menschen empören. Ein gesunder Baum wird bewusst so massiv beschädigt, dass er dem Harvester zum Opfer fallen muss. Wer macht so etwas?“

Da die Tat in einer Nacht- und Nebelaktion durchgeführt wurde, wird diese Frage vermutlich nicht mehr zu klären sein.

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