Melanie Schmidt steht beratend und vermittelnd zur Seite

Projekt „Hilda“ möchte Senioren in Neunkirchen helfen

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Sie stellten gemeinsam „Hilda“ vor: (obere Reihe v.l.) Bettina Großhaus-Lutz, Melanie Schmidt, Gaby Jakobs und Susanne Melis, (unten v.l.) Marco Schwunk, Heinz-Erich Friedrich und Dr. Bernard Baumann.

Neunkirchen - In Zukunft soll das Projekt „Hilda“ in der Gemeinde Neunkirchen zu einem besseren Netz aus Versorgung, Betreuung und Pflege für Senioren beitragen. Kürzlich wurde das Konzept im Rathaus vorgestellt. Melanie Schmidt möchte mit ihrem neuen Amt jedem, der auf Hilfe angewiesen ist, beratend und vermittelnd zur Seite stehen.

Träger ist der Verein Hand in Hand Neunkirchen, der vom Kreis Siegen-Wittgenstein sowie vom örtlichen VdK unterstützt wird. Bürgermeister Dr. Bernard Baumann lobte das Projekt: „Es ist schön, richtig und wichtig. Keiner muss sich alleine fühlen“, denn durch „Hilda“ sei nun ein weiterer Baustein für ein Neunkirchen mit starkem Wir-Gefühl gelegt worden. Melanie Schmidt soll als Gesicht von „Hilda“ Versorgungslücken schließen, Senioren betreuen und ihnen neue Wege aufweisen. Die 45-Jährige ist seit 2013 beim Verein Hand in Hand angestellt und hat viel Erfahrung als Haushaltshilfe sowie in der Demenzbetreuung sammeln können. In den vergangenen beiden Monaten konnte die Neunkirchenerin Kontakte mit Dienstleistern knüpfen und sich in Seniorenrunden vorstellen. Der Name „Hilda“ sei griffig, so der Bürgermeister. Er ist neu und klingt persönlich. Auch die eigene Berufsbekleidung, Visitenkarten und ein Dienstwagen sorgen für Wiedererkennungswert.

„Das Wichtigste ist, dass jemand da ist mit Vertrauen“, sagte Bettina Großhaus-Lutz, Seniorenberaterin des Vereins Hand in Hand und wies darauf hin, dass es ebenfalls wichtig sei, den Menschen Zeit zu schenken, für Senioren und deren Bedürfnisse sensibilisiert zu sein und zwischen den Zeilen lesen zu können. Diese Fähigkeiten besitzt Melanie Schmidt. „Am meisten freue ich mich darauf, dass ich Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann und wenn ich merke, dass einer Person geholfen wird.“

Gruppentermine sind möglich

Sie habe sich durch ihre bisherigen Erfahrungen ein dickes Fell zugelegt, verfüge über Empathie und könne mit ihrer fröhlichen Art offen auf Menschen zugehen. Diese Voraussetzungen sollen dabei helfen, das Ziel des Projektes zu erreichen: Menschen so zu unterstützen, dass sie selbstbestimmt, lange zu Hause wohnen können und glücklich sind. Melanie Schmidt für alles da, was eben so ansteht: Hilfe im Haushalt, Arztbesuche, Beratung, Gespräche, aber auch einfach Zeit mit den Menschen zu verbringen. So singe oder spiele sie auch einfach gerne mit Senioren. „Diese Aufgabe erfüllt mich“, erzählte sie. Gruppentermine sind ebenfalls möglich.

Sie wolle aber nicht nur den Älteren Angebote und neue Wege aufweisen, sondern allen, die Bedarf haben, die Unterstützung von „Hilda“ in Anspruch zu nehmen, ob bei Krankheiten, schwierige Situationen in Familien und oder psychischen Problemen: „Es kann jeden treffen.“ Ein ähnliches Projekt gibt es in Burbach. Dieses sei aber noch ausbaufähig, sagte Gaby Jakobs, Senioren- und Pflegeberaterin des Kreises Siegen-Wittgenstein.

Das Projekt habe eine ganz andere Qualität als andere Versorgungsangebote. „Man muss einen langen Atem haben“, stellte sie fest. Es soll regelmäßige Jahresberichte geben, um ein Fazit zu ziehen, Verbesserungen einzubringen oder Parallelangebote zu verhindern. „Wichtig ist, dass die Menschen wissen, dass es so ein Projekt gibt.“ Melanie Schmidt wird in den nächsten drei Jahren zehn Stunden die Woche in ihrer neuen Arbeit tätig sein. Sie soll die Situation der Menschen analysieren und in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Hand in Hand für weiterreichende Hilfe sorgen. „Es wird gemeinsam entschieden“, fassten sie zusammen.

Bei Bedarf oder Rückfragen können sich Interessenten bei der Seniorenservicestelle des Kreises Siegen unter Tel. 0271/404-2434 melden oder Susanne Melis vom Verein Hand in Hand Tel. 02735 / 767 227 kontaktieren.

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