„Es ist so cool bei der Feuerwehr“

„Salchendorfer Feuerflitzer“: Zweite Gruppe der Kinderfeuerwehr gegründet

Feuer und Flamme waren die 21 Kinder der „Salchendorfer Feuerflitzer“ am Gründungstag. Das Foto zeigt die Kinder neben Verantwortlichen und Spendern und vor dem neuen Mannschaftstransportfahrzeug, den sie und ihre jungen Kollegen – die „Nöngrier Feuerlöscher“ – von Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann in Empfang nehmen konnten.

Neunkirchen. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Das zeigte sich einmal mehr am vergangenen Donnerstag, als Carlotta und Mathilda ihre Namensschilder in der Kinderfeuerwehr Salchendorf in Empfang nahmen. Die Zwillinge sind die Töchter von Einheitsführer Jens Bayer – und zwei von insgesamt 21 neuen „Salchendorfer Feuerflitzern“. Mit der Kinderfeuerwehr in Salchendorf geht damit nach den „Nöngrier Feuerlöscher“ die zweite Nachwuchs-Truppe an den Start.

Unter der Leitung von Kinderfeuerwehrwartin Sarah Kaiser und den Stellvertreterinnen Corinna Späth, Michelle Keuper-Haas und Christine Langenbach sollen die zehn Mädchen und elf Jungs spielerisch an das Abenteuer Feuerwehr herangeführt werden. Immer am zweiten Dienstag im Monat ist ihr Gruppentag. Von 16.30 Uhr bis 18 Uhr wird gebastelt, gespielt und sich den Themen Brandschutz, Notruf und Feuerwehrfahrzeuge auf kindgerechte Weise genähert. Die sechs- bis zehnjährigen sind schon jetzt mit „Feuereifer“ bei der Sache. „Wir wollen etwas Spannendes erleben“, erklären Neo, Lennox und Tristan. Die Drittklässler, die sich aus der Schule beziehungsweise vom Fußballverein kennen, haben keinen Moment gezögert, als es darum ging, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen.

„Kinder sind das Wichtigste, das wir in der Feuerwehr haben“, bringt Kreisbrandmeister Bernd Schneider den Sachstand auf den Punkt. Schließlich seien sie die dringend benötigten Feuerwehrleute von morgen. Diesbezüglich sei man vor Ort sehr gut aufgestellt. „Mit 560 Kindern in 22 Gruppen verfügt der Kreis Siegen-Wittgenstein über die meisten Kinderfeuerwehrleute in ganz Nordrhein-Westfalen“, erklärt Schneider. Mitgebracht hatte er eine große Kiste vom Feuerwehrverband, in der sich Nützliches, aber auch tolle Dinge zum Spielen verbargen. Außerdem stellte er den Kindern funktionstüchtige Kindertraktoren mit Blaulicht in Aussicht.

Christian Weth bescheinigt den neuen Floriansjüngern in seinem Grußwort eine Vorbildfunktion. „Die Erwachsenen können von Euch noch etwas lernen“, so der Leiter der Feuerwehr Neunkirchen. Er ermunterte insbesondere jene Kinder, deren Eltern nicht in der freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, mit ihrer Begeisterung für die Blauröcke nicht „hinterm Berg“ zu halten. Vielleicht, so die Hoffnung des Feuerwehr-Chefs, tun es die Eltern den Kindern gleich und unterstützen die örtlichen Löschzüge.

Kameradschaft und Zusammenhalt, dies sind nur einige der Tugenden, die die Kinder hier lernen. Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann drückte in seiner Ansprache die Hoffnung aus, dass das tolle Hobby für die jungen Feuerwehrleute vielleicht sogar zu einer lebenslangen Leidenschaft werden könnte. Ihm wurde außerdem die Aufgabe zuteil, den beiden Kinderfeuerwehren Salchendorf und Neunkirchen ein brandneues Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) zu übergeben. Der Neunsitzer soll die Mobilität der Kinderfeuerwehr sicherstellen und wurde zu 80 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Doch damit nicht genug. Almuth Bickart, Initiatorin von „Neunkirchen to go“, Jutta Capito von der CDU und Gerhard Lichtenthäler von der UWG spendeten den beiden Gruppen Leibchen mit kindgerechten Piktogrammen der verschiedenen Funktionen einer Feuerwehr, eine Bodenplane zum richtigen Aufstellen sowie 17 Sitzerhöhungen für den sicheren Transport der Kinder, für insgesamt 1.000 Euro. Die SPD steuerte außerdem noch zwei Schecks in Höhe von je 200 Euro bei. Der Förderverein des Löschzugs Salchendorf übergab zum Abschluss noch bedruckte Warnwesten an die Kinder.

Die „Nöngrier Feuerlöscher“ und die „Salchendorfer Feuerflitzer“ hatten also allen Grund sich zu freuen.

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