"Eine Erfolgsgeschichte"

Senioren-Service-Stellen feierten zehnten Geburtstag

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Die Bürgermeister und die Seniorenberaterinnen von Neunkirchen, Wilnsdorf und Burbach feierten zusammen. Die Torte durfte natürlich nicht fehlen. 

Neunkirchen. Wohnortnahe Beratungsstellen mit kompetenten Ansprechpartnern für alle Fragen rund ums Alter und Älterwerden schaffen – das war die Idee, als 2007 vor dem Hintergrund der Zukunftsinitiative „Leben und Wohnen im Alter“ kreisweit die Senioren-Service-Stellen aus der Wiege gehoben wurden.

In den drei Südsiegerländer Kommunen Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf haben sie seitdem eine echte Erfolgsgeschichte hingelegt. Grund genug, den ersten runden Geburtstag gebührend zu feiern: Stilecht mit Torte und einem Glas Sekt blickten die Seniorenberaterinnen Birgit Meier-Braun (Burbach), Bettina Großhaus-Lutz (Neunkirchen) und Jutta Schmidt (Wilnsdorf) sowie die Bürgermeister der drei Kommunen am Donnerstag zurück auf die Anfänge und ließen die positive Entwicklung der vergangenen zehn Jahre Revue passieren.

Zu Beginn sei das Angebot nur sehr zögerlich angenommen worden, erinnerte sich Bettina Großhaus-Lutz: „Da war Klinkenputzen angesagt.“ In Frühstücks- und Seniorenrunden hätten sie und ihre Kolleginnen über das neue Angebot informiert. Doch nach den ersten Startschwierigkeiten habe die Sache rasch Fahrt aufgenommen. „Inzwischen greifen sehr viele darauf zurück“, so Großhaus-Lutz.

Das Unterstützungsangebot habe sich über die Jahre gewandelt. Sei am Anfang noch die Freizeitgestaltung ein großes Thema gewesen, stellten die Senioren und ihren Angehörigen heute eher Fragen zur Finanzierung der Pflege oder zum Pflegestärkungsgesetz. „Großen Raum nehmen auch die Themen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament ein“, berichtete Birgit Meier-Braun.

In vielen Bereichen arbeiten die drei Service-Stellen interkommunal zusammen, bieten beispielsweise gemeindeübergreifende Vortragsveranstaltungen an. Auch den sogenannten Seniorenwegweiser geben sie zusammen heraus. „Wir telefonieren quasi wöchentlich“, so Jutta Schmidt. Daneben gibt es in jeder Kommune aber auch ganz individuelle Angebote. Denn im Fokus stünden der persönliche Kontakt und das Finden von maßgeschneiderten Lösungen für jeden einzelnen, so die Beraterinnen. Um die Bedarfe zu ermitteln, werden in den Gemeinden regelmäßig Befragungen unter den Senioren durchgeführt.

Die Bürgermeister Christoph Ewers, Christa Schuppler und Bernhard Baumann waren sich einig, dass genau dieser dezentrale Ansatz gepaart mit gemeinsamen Aktionen das Erfolgsgeheimnis der Senioren-Service-Stellen ist. Für die Zukunft wünschten sich die Beraterinnen weiterhin die Unterstützung von Politik und Verwaltung und ein gutes Miteinander. Birgit Meier-Braun träumt außerdem davon, dass die Senioren-Service-Stellen irgendwann zu Generationen-Service-Stellen werden: „Senioren-Arbeit allein kann nicht die Zukunft sein“, war sie sicher.

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