Ortstermin in Altenseelbach 

Kreisstraße 23 in Altenseelbach nach über einjähriger Bauzeit wieder freigegeben

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Ludger Siebert, Andreas Müller und Wolfgang Weber bei der Freigabe (v.l.)

Altenseelbach. Die Ortsdurchfahrt der Kreisstraße 23 gaben nach etwas über einjähriger Bauzeit Landrat Andreas Müller, Ludger Siebert, der Leiter der Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßen.NRW, und Neunkirchens Baudezernent und Vertreter des Bürgermeisters, Wolfgang Weber, am Montagnachmittag (12. November) offiziell für den Verkehr frei.

Gekostet hat das umfangreiche Großbauprojekt insgesamt 3,1 Millionen Euro. Die Investitionssumme der Gemeinde Neunkirchen beträgt 1,8 Millionen Euro, der Kreis steckte rund 1,3 Mio. Euro in diese Maßnahme, die laut Müller viele Jahre „vehement eingefordert" worden sei. 

Die Investionssumme sei „schon eine Ansage“, entstanden sei „eine wunderschöne Straße mit Gehwegen". „Sehr gut unterwegs“, so der glücklich dreinschauende Landrat, sei der Kreis bei der Umsetzung seines umfangreichen Kreisstraßen-Sanierungsprogramms (siehe auch unten). Weber zeigte sich nach Abschluss des Bauprojekts, das „relativ kompliziert" gewesen sei, „sehr froh" über das entstandene Ergebnis. Man habe gleich mehrere Maßnahmen miteinander kombiniert, die nun ein „harmonisches Bild" ergeben. Er dankte den Anliegern für ihr Verständnis. Während der Baumaßnahmen hätte es „nicht viele Beschwerden“ gegeben. 

„Wir versuchen einen Quantensprung hinzubekommen.“ Dies gelänge aber „nur, wenn alle an einem Strang ziehen“, so wie das in Altenseelbach der Fall gewesen sei. Der sanierte Straßenabschnitt ist rund 530 Meter lang, die Breite der neuen Fahrbahn beträgt sechs Meter. Im September 2017 erfolgte der Startschuss für die praktischen Arbeiten. Während der Kreis für die Sanierung der Fahrbahn zuständig war, die im Mai begann, hatte die Gemeinde im Vorfeld einen neuen Mischwasserkanal sowie eine neue Wasserleitung, einschließlich der Hausanschlüsse, verlegen lassen. Zudem wurden 3000 Quadratmeter Gehweg hergestellt. Ausführendes Unternehmen war die Firma Heinrich Weber aus Siegen. 

Im oberen Bereich der Straße, bei der Einfahrt in die Hohenseelbacher Straße, ist die Fahrbahn seit jeher besonders eng. Die anliegenden Eigentümer stellten einen Teil ihres Grundstücks zur Verfügung, wodurch die Fahrbahn dort in einem Teilbereich verbreitert werden konnte, um einen Begegnungsverkehr zu ermöglichen. Zusätzlich wurde der Gehweg in Fahrtrichtung Hohenseelbachstraße verlängert. Er hat dort zwar nur noch eine Breite von ca. einem Meter, entschärft allerdings die Gefahrensituation für die Fußgänger. 

Da die alte Fahrbahndecke mit Teer belastet war, mussten insgesamt 3000 Tonnen Teer entsorgt werden. Für die Herstellung des neuen Fahrbahnaufbaues war der Aushub von 1800 Kubikmeter Boden erforderlich. Da der Untergrund teilweise nicht standfest war, wurden 1000 Tonnen stabilisierendes Material und 5000 Tonnen Frostschutzmaterial in die insgesamt 4000 Quadratmeter umfassende Straße eingebaut. Die neue Fahrbahndecke hat eine Dicke von 14 Zentimetern. 

Die Straßenentwässerung erfolgt über den gemeindlichen Mischwasserkanal, wofür auf einer Länge von 920 Metern eine Rinne erstellt, 35 Straßenabläufe eingebaut und 320 Meter Entwässerungsleitung verlegt wurden. Bereits 2019 steht nicht weit entfernt eine weitere Kreisstraßenbaumaßnahme in Altenseelbach an. Im Bereich der Hohenseelbachstraße (Kreisstraße 24) sollen drei Brücken über die Heller, den Mühlgraben und den Seelbach instand gesetzt werden. Die Nettokosten betragen hierfür rund 400.000 Euro. 

Um die Arbeiten zu beschleunigen und innerhalb von 16 Wochen abschließen zu können, soll die K24 in dieser Zeit komplett gesperrt werden. Da die Umleitung über die K23 erfolgen wird, mussten hier erst die Arbeiten beendet werden, bevor voraussichtlich ab Frühjahr 2019 die Sanierung der drei Brücken beginnen kann.

Aktuell  auf Vordermann gebracht werden

  • K32 Netphen-Brauersdorf (insgesamt drei Bauabschnitte, Kostenvolumen Kreis: 1,4 Mio. Euro) 
  • K53 Bad Laasphe/Bracht in Richtung Richstein (Brückenerneuerung, Kostenvolumen Kreis: ca. 310.000 Euro) 
  • K19 Niederheuslingen (Stützwanderneuerung, Baukosten: 300.000 Euro) 
  • K40 Bad Berleburg/Christianseck (Baukosten ca. 2,3 Mio. Euro)

    Noch in diesem Jahr möchte der Kreis für 2019 ausschreiben: 

  • K45 Bad Berleburg/Sassenhausen bis B 480 (geschätzte Baukosten ca. 300.000 Euro) 
  • K19 Freudenberg Oberheuslingen bis Lindenberg (geschätzte Baukosten ca. 500.000 Euro) 
  • K36 Ortsdurchfahrt Fischelbach (geschätzte Baukosten ca. 1,6 Mio. Euro) 
  •  K43 Bad Berleburg/Schwarzenau von der Abzweigung K44 bis Abzweigung K40 (geschätzte Baukosten ca. 600.000 Euro) 
  • K33 Rüppershausen bis Steinbach (geschätzte Baukosten ca, 1,2 Mio. Euro) 
  • K5 in Netphen Dreis-Tiefenbach (Brückeninstandsetzung, geschätzte Baukosten ca. 730.000 Euro

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