Verstärkung für 3K - Jüngster Neuzugang ist 14 Jahre alt

Neue Mitarbeiterinnen für Neunkirchener Kleiderkammer

Die 14-jährige Paula Schlosser (links) ist das jüngste Mitglied im Team der Neunkirchener Kleiderkammer. Hannelore Marquardt (Mitte) freut sich über den Neuzugang, aberauch über jeden anderen Helfer, der mit anpackt.

Neunkirchen. Paula Schlosser ist 14 Jahre alt und engagiert sich seit einigen Wochen in der Kleiderkammer in Neunkirchen. „Ich wollte mich in der Flüchtlingshilfe einbringen“, erzählt die junge Altenseelbacherin.

„Bei meiner Suche bin ich im Internet auf einen Artikel der Kleiderkammer gestoßen und habe mich gleich mit Hannelore Marquardt in Verbindung gesetzt.“ Nun ist sie fester Bestandteil des Teams.

Als 2015 die Flüchtlingswelle nach Neunkirchen kam und die Kleiderkammer ihren Anfang nahm, waren dort 30 Helferinnen und Helfer aktiv. „Seinerzeit kamen an den Ausgabetagen jeweils zwischen 70 und 90 Asylbewerber“, erinnert sich die Team-Leiterin Hannelore Marquardt. Im Laufe der Zeit reduzierten sich die Zahlen auf beiden Seiten. Dennoch bestand jetzt wieder Bedarf an ehrenamtlichen Helfern.

Ein Aufruf fruchtete: Neben Paula verstärken drei Damen das Kleiderkammer-Team, das derzeit aus rund 20 Personen besteht. Sie sortieren die Spenden und geben Kleidungsstücke, Bettwaren, Haushaltsgegenstände und Spielsachen an die Flüchtlinge aus. Dass Paula viele Jahre jünger ist als die übrigen Helferinnen, stellt kein Problem dar: „Sie fand sich sofort in unser Team ein“, freut sich Marquardt. „Mit den anderen Damen sortiert sie die eingehenden Spenden und zeigt dabei sehr viel Geschick. Durch ihr freundliches Wesen ist sie uns allen ans Herz gewachsen.“

Im Dezember 2015 war die Kleiderkammer in der Ortsmitte eröffnet worden, nachdem die Spenden aus der Bevölkerung zunächst in einem Kellerraum in der alten Grundschule in Altensselbach gesammelt worden waren. Im Laufe der letzten beiden Jahren und mit Unterstützung von Sponsoren und tatkräftigen Flüchtlinge wurde die Kleiderkammer zum Treffpunkt K3 ausgebaut. Nun haben die Flüchtlinge die Möglichkeit während des Wartens einen Tee oder Kaffee zu trinken und sich untereinander auszutauschen. „Die Kleiderkammer hat sich verändert, und auch die Bedürfnisse sind inzwischen völlig anders als zu Beginn unserer Arbeit“, erklärt Hannelore Marquardt. In letzter Zeit seien viele junge Frauen gekommen, so dass der Bedarf an Kinderwagen, Buggys, Baby- und Kinderbekleidung stark angestiegen sei. Derzeit sucht das Kleiderkammer-Team außerdem auch noch gut erhaltene Schulranzen.

„Ich möchte einfach helfen, das ist der Grund, warum ich mich hier engagiere“, erklärt Paula. „Die Arbeit macht Spaß und die Leute sind sehr nett“, resümiert sie. Da in Rheinland-Pfalz, wo Paula zur Schule geht, die Ferien bereits vorüber sind, kann Paula zunächst nur noch an den Freitagen unterstützen. Nach ihrem Schulabschluss möchte sie, das ist für Paula schon jetzt klar, gern mit Menschen arbeiten und einen sozialen Beruf ergreifen.

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