Beste Stimmung bei den Festtagen zum 675-jährigen Bestehen: Rinsdorf feierte drei Tage lang 

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Auftritt der Jugendfeuerwehr Rinsdorf beim Festkommers

Rinsdorf. Die Rinsdorfer zeigten am Wochenende bei den Jubiläumsfeierlichkeiten dass sie das Feiern keinesfalls verlernt haben. Sowohl beim Auftakt mit dem von Frank Klein moderierten Festkommers, wie auch am zweiten Abend beim Konzert der Siegener Gruppe "SAM" war das 300-Mann-Festzelt vor dem Bürgerhaus voll besetzt und die Stimmung hervorragend.

Mit einem bunten Programm für die ganze Familie klang der Feierreigen am teilweise verregneten Sonntag aus. „Rinsdorf und seine Bevölkerung stehen im Mittelpunkt, das ist ein Fest für alle", so Ortsvorsteher Gerhard Moos in seiner Festrede zum 675-jährigen Bestehen. „Der Ort ist gewachsen", sagte Moos über den im Jahre 1344 im „Mannbuch derer von Bicken“ erstmals erwähnten Ort "Rymsdorff". „Sybel vor dem dyche und byel sin brudir“ zählten seinerzeit zu den Einwohnern des heute rund 1000 Menschen zählenden Ortes, der einwohnermäßig der kleinste der Gemeinde Wilnsdorf ist. Im Lauf der Jahrhunderte änderte sich die Schreibweise mehrfach bis zum heutigen Rinsdorf. Erfolgreich habe man sich gemeinsam mit den Wilnsdorfern, Obersdorfern und Wildenern in der Bürgerinitiative gegen den von der A45 ausgehenden Lärm durchgesetzt. Nicht unerwähnt ließ Moos auch den „Kurpark" in der Ortsmitte und er berichtete scherzhaft, dass die Haselmaus „mittlerweile zum Rinsdorfer Wappentier aufgestiegen" sei. 

Stolz präsentieren v.l.n.r. Landrat Andreas Müller, Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler, Rinsdorfs Ortsvorsteher Gerhard Moos und Heimatgebietsleiter Dieter Tröps die Jubiläumsurkunde.

Moos, der seit 15 Jahren das Amt des Ortsvorstehers innehat, erwähnte aber auch den „außergewöhnlichen Zusammenhalt und das Leistungsvermögen" der Bürger seines Dorfes. Sie hätten das Potenzial und die Perspektiven des Ortes erkannt und dann aus dem bereits Bestehenden noch mehr Gutes geschaffen. Moos, der auch stellvertretender Bürgermeister ist, lobte den Festausschuss für für sein „beispielloses Engagement" seit dem ersten Treffen vor zweieinhalb Jahren. Heide Moos und ihre musikverliebte Familie begeisterten anschließend mit ihrem "Riewekooche-Song" und später sorgte Anne Holdinghausen mit Mundart-Gedichten für jede Menge Lacher beim Publikum.

Aber auch die tanzenden Jugendfeuerwehr-Leute, das Dorfquiz des CVJM Rinsdorf, die stimmungsvolle Zumbadarbietung mit Zugabe der SpVg. Rinsdorf und natürlich auch die harmonischen Klänge des erst im Mai gegründeten Projektchors "675 Jahre Rinsdorf" unter der Leitung von Dagmar Klüser sorgten für reichlich Kurzweil. Interessant verfolgten die Gäste auch die Vereinsbilder aus früheren Zeiten. Rinsdorf, dass bei der ersten urkundlichen Erwähnung noch nicht einmal 20 Gebäude aufweisen konnte, so Bürgermeisterin Christa Schuppler, sei „für viele liebens- und lebenswert". Es herrsche „ein gutes Miteinander im Ort", und erwähnte hier das Backhaus, den Kindergartens, die Feuerwehr und den Weihnachtsmarkt. die Bürger könnten „stolz darauf sein, dass sie es mit vereinten Kräften geschafft haben, ein buntes und lebendiges Programm" auf die Beine gestellt zu haben. 

Großer Zapfenstreich, zu sehen ist die Musikkapelle Werthenbach

Landrat Andreas Müller, der Rinsdorf bereits in seiner Tätigkeit als Chorleiter des Liederkreises Rinsdorf im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts kennen- und schätzen gelernt hatte, ging näher auf die Historie des Jubelortes ein. Heimatgebietsleiter Dieter Tröps, übermittelte in seinem Grußwort die Glückwünsche der 148 Heimatvereine im Kreis. 

Ein wahrer Höhepunkt war zum Abschluss des Festkommersabend der Große Zapfenstreich, meisterlich vor dem Festzelt vorgetragen vom Spielmannszug der Feuerwehr Oberschelden und der Musikkapelle Werthenbach. Bestens kam bei Jung wie Alt am zweiten Abend die Partyband "SAM" an, die sowohl ältere Hits wie auch neuere Chartsongs präsentierte und somit viele Gäste auf die Tanzfläche lockte. Den abschließenden Festsonntag hatte ein fast eineinhalbstündiger ökumenischer Gottesdienst mit dem Motto „Lasst uns miteinander..." unter Mitwirkung vom ev. Pfarrer Michael Goldau (Eisern), Diakon Hubert Berschauer (Gernsdorf) und dem Projektchor „675 Jahre Rinsdorf). Im Anschluss konnten die Familien an einem spannendem Spiele-Stationsparcours des CVJM teilnehmen und den Aufführungen der Kita Meisenhaus sowie der Tanzmäuse der SpVg. Rinsdorf folgen. Zudem wurde offiziell die Kinder-Feuerwehr „Rinsdorfer Löschzwerge" gegründet. Kurz danach hatten sich bereits 21 Kinder dafür angemeldet. Das Jubiläum war somit für alle Beteiligten ein voller Erfolg.

Festtage 675 Jahre Rinsdorf

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