Öffentlichkeit mobilisieren

Bürgerinitiative Lärmschutz A45 Wilnsdorf plant Unterschriftenaktion und Info-Abende

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Die Ortsvorsteher der betroffenen Ortsteile haben im Beisein von Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler die Bürgerinitiative Lärmschutz A45 Wilnsdorf offiziell reaktiviert.

Wilnsdorf - Die Bürgerinitiative Lärmschutz A45 Wilnsdorf hat jetzt auch offiziell ihre Arbeit wieder aufgenommen und plant eine Unterschriftenaktion sowie Bürgerversammlungen in Obersdorf und Wilden.

Die Ortsvorsteher der Ortsteile Wilnsdorf, Wilden, Rinsdorf und Obersdorf sind für die Bürgerinnen und Bürger Ansprechpartner. Gemeinsam gaben sie nach einem Gespräch mit Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler jetzt den offiziellen Startschuss zur Reaktivierung der Initiative. Bereits im Dezember hatte die Initiative signalisiert, dass sie die Arbeit wieder aufnehmen würde. „Bürgermeisterin Schuppler sagte bereits ihre volle Unterstützung für die verfolgten Ziele zu“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Die Bemühungen für einen besseren Lärmschutz an der A45 in der Gemeinde Wilnsdorf seien damit  einen entscheidenden Schritt weiter gekommen, teilt die Bürgerinitiative in einer Presseinfo mit. Die Bürgerinitiative will sich dafür einsetzen, die derzeit geplanten Schutzmaßnahmen um einen aktiven Lärmschutz für Wilden und Obersdorf zu ergänzen. 

„Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, wollen wir die breite Öffentlichkeit informieren und mobilisieren. Hierbei werden wir uns in kurzen Abständen regelmäßig treffen und dabei auch unterschiedliche öffentlichkeitswirksame Aktionen planen“, kündigt Wilnsdorfs Ortsvorsteher Klaus Grünebach an. Außerdem gelte es, auch überörtliche Ebenen für die Ziele zu gewinnen.

Die ersten Rückmeldungen aus der Bundes- und Landespolitik seien bereits eingegangen und verhießen tatkräftige Unterstützung, heißt es in der Presseinfo. „Die brauchen wir auch“, unterstreicht Rinsdorfs Ortsvorsteher Gerhard Moos.

Bürgerversammlungen in Wilden und Obersdorf

Als nächste Schritte kündigen die Akteure an, zügig ein umfangreiches Online-Informationsangebot einzurichten und die sozialen Netzwerke zu nutzen, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und fortlaufend über die Aktivitäten und Neuigkeiten zu informieren. „Für Ende März bzw. Anfang April werden zwei Bürgerversammlungen in Wilden und Obersdorf geplant, die einen Dialog der betroffenen Einwohner in breiter Runde ermöglichen und Fragen klären helfen sollen“, erläutert Bertold Daub, Ortsvorsteher von Wilden.

Außerdem seien flächendeckende Unterschriftenaktionen vorgesehen, um den Entscheidungsträgern die Tragweite der Lärmbetroffenheit zu verdeutlichen.

„Täglich sprechen uns Bürgerinnen und Bürger zu diesem Thema an. Dabei tauchen viele Sorgen und Fragen auf, die wir sehr ernst nehmen. Deshalb wollen wir die Arbeit der Bürgerinitiative möglichst professionell aufstellen und werden uns hierzu, wo erforderlich, auch fachlicher Unterstützung bedienen“, erklärt Heiner Otto, Ortsvorsteher von Obersdorf.

Überparteiliche Arbeit

Großen Wert legt die Bürgerinitiative, insbesondere mit Blick auf die diesjährigen Kommunalwahlen, darauf, dass sie überparteilich arbeitet. „Die Menschen in der Gemeinde erwarten zu Recht, dass zielorientiert an einer Lösung der Probleme gearbeitet wird und die wichtigen Ziele nicht am Ende in parteipolitischen Scharmützeln aus den Augen verloren werden“, betont der ebenfalls in die Arbeit eingebundene seinerzeitige Mitbegründer der Bürgerinitiative, Egon Dreisbach. Geschlossene Unterstützung versprechen sich die Akteure der Initiative deshalb durch den Rat der Gemeinde Wilnsdorf. Das Thema Lärmschutz soll auch auf die Agenda der nächsten Ratssitzung gesetzt werden. 

Hintergrund

In den vergangenen Jahren ruhten die Aktivitäten der 2007 gegründeten Bürgerinitiative, nachdem bekannt geworden war, dass insbesondere die Talbrücke Rinsdorf im Zuge des sechsspurigen Ausbau der A45 beidseitig einen modernen Lärmschutz erhalten wird. In einer Informationsveranstaltung im Dezember in der Wilnsdorfer Festhalle erklärten Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau NRW nunmehr, dass kein weiterer Lärmschutz für die Ortslage Wilden vorgesehen sei. Für die Talbrücke Eisern sei zudem zwar eine Lärmschutzwand zum Schutz von Eisern geplant, nicht jedoch für Obersdorf. Dies stößt in den betroffenen Ortschaften auf erbitterten Protest. Wie schon 2010 für einen solchen Fall angekündigt, nehme die Bürgerinitiative daher ihre Arbeit im Interesse der Anwohner an der A45 wieder auf, so die Ortsvorsteher.

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