30 Jahre Oldie-Club: Geburtstagsfeier mit 2000 Besuchern - "Wilgersdorf stand drei Tage Kopf"

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Die Mitglieder des Oldie-Clubs Wilgersdorf feierten ein rauschendes Fest. 

Wilgersdorf. "Wilgersdorf steht drei Tage Kopf", strahlte Oldie-Club Wilgersdorf-Vorsitzender Karl-Heinz Müller, vielen im Siegerland seit Jahrzehnten auch besser bekannt als "Charly M aus W", zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag des Clubs, den es in dieser Form hierzulande nicht noch einmal gibt.

"Es war sensationell, unsere Erwartungen sind übertroffen worden, wir haben dafür gesorgt, dass Leben nach Wilgersdorf hinkommt", bilanzierte Müller nach drei rundum gelungenen Festtagen auf dem Wilgersdorfer Sportplatz mit einem bunten Programm für alle Generationen. Über 2000 Gäste -davon alleine 1000 am zweiten Konzertabend - waren bei Sommerwetter an die Neue Hoffnung gekommen, um gemeinsam mit dem Oldie-Club bis in die tiefe Nacht für den guten Zweck zu feiern. 

"Es war auch eine schöne Gelegenheit für die Ortsvereine, sich am großen Familientag einem breiten Publikum zu präsentieren", ergänzte der Hobby-DJ und Moderator. Elf Vereine hatten zugesagt, darunter auch die Schellengruppe Wilgersdorf, die sowohl einige Stücke mit ihren Kuhglocken spielte, als auch auch eine eigens entworfene Geburtstagstorte an Müller und seinen langjährigen Stellverteter Marco Kühn überreichte. Für großes Publikumsinteresse sorgten derweil auch die Darbietungen der Rettungshundestaffel des DRK Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein. Erfreut zeigte sich das 21-köpfige Oldie-Club-Team auch über den guten Zuspruch (ca. 350 Besucher) beim ökumenischen Gottesdienst, den der katholische Pastor Uwe Wiesner und die noch recht neue evangelische Pfarrerin für Wilgersdorf, Rebecca Schmidt, im großen Festzelt feierten. Umrahmt wurde der Gottesdienst von musikalischen Vorträgen des Chores WiWaPlus (Wilgersdorf und Wahlbach und andere Ortsteile des Siegerlandes) und dem örtlichen CVJM-Posaunenchor. Wiesner lobte in seiner Predigt, in der es um das "Verrücktsein" ging, das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement des Vereins, der seit 1999 die nicht mehr aus dem Ortsleben wegzudenkende Benefizkonzertveranstaltung "Wilgersdorfer helfen Wilgersdorfern" ausrichtet. 

Unglaubliche über 150.000 Euro hat der Club, dessen Credo "Helfen ist geil" lautet, durch die Ausrichtung von Benefizkonzerten, Ventilchen Revival-Partys und Beachvolleyball-Turnieren bereits für karitative Zwecke in Wilgersdorf gesammelt. Peter Hartmann, selbst Mitglied des Clubs, ging vor mehreren hundert Menschen im Festzelt näher auf das Wirken der Oldie-Freunde ein, die in Gründerzeiten ihre Partys in der Kult-Kneipe "Im Ventilchen" veranstalteten. Natürlich durfte jede Menge Musik auch beim 30. Geburtstag nicht fehlen. Und so sorgten am ersten Abend die Bands Open Doors (Wetzlar) und The Queen Kings (Königswinter), die mit ihrem Leadsänger Sascha Krebs Erinnerungen an den unvergessenen Freddie Mercury wachriefen, für rund 600 begeisterte Zuhörer. Ein volles Zelt gab es dann einen Abend später, als zunächst die aus dem Raum Siegen stammende Coverband Unart genau den Nerv der jungen wie alten Gäste traf und gemeinsam mit ihnen mächtig abrockte. Im Anschluss erkannte auch das in Lederhosen aufspielende Quintett Skandal Bayern aus dem Münchener Raum, dass die Siegerländer doch auch ganz gut Party machen können und verwöhnten sie in bis in die Nacht hinein mit ihren leidenschaftlich und kreativ vorgetragenen Hitklassikern. Wohin die Erlöse der gemeinsam mit Krönchen Events organisierten Geburtstagsfeierlichkeiten fließen, stehe noch nicht fest, darüber werde in den nächsten zwei Wochen beraten, so Müller, der sich sehr begeistert zeigte über die erneut tolle Resonanz.

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30 Jahre Oldie-Club Wilgersdorf

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