Für noch mehr Hilfe bei Förderfragen

LEADER-Regionen entwickeln ersten digitalen Regionalmanager

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Für Fragen rund um die LEADER-Förderung stehen die Regionalmanager bereit – jetzt auch digital.

Wilnsdorf/Burbach/Neunkirchen. LEADER fördert innovative Projekte im ländlichen Raum. Damit geben sich die Lokalen Aktionsgruppen innerhalb des Regierungsbezirkes Arnsberg aber noch nicht zufrieden – sie gehen selbst innovative Wege.

Drei der südwestfälischen LEADER-Regionen – 3-Länder-Eck, 5verBund und Oben an der Volme – gehen gemeinsam mit dem GovLab Arnsberg voran. Ein selbstentwickelter, digitaler Regionalmanager soll Interessierte bei den ersten Schritten durch den Förderdschungel unterstützen. Die Betaphase hat begonnen und kann nun von der Öffentlichkeit getestet werden.

Die Idee entstand, um Hemmschwellen bei der Kontaktaufnahme zu nehmen und auch außerhalb der Geschäftszeiten der Regionalmanagements den Zugang zu Informationen zu erleichtern. Denn LEADER und der LEADER-Gedanke sind für viele in Südwestfalen noch Neuland und bedürfen einer kompetenten Beratung, heißt es in einer Pressemitteilung. Der digitale Regionalmanager ist online eine erste Anlaufstelle und soll konkrete Fragen unmittelbar beantworten.

Die Idee zu einem solchen sogenannten „Chatbot“ brachte das neu gegründete Innovationslabor „GovLab“ der Bezirksregierung Arnsberg ein, welches versucht, mit Hilfe neuer Lösungswege Verwaltung einfacher, schneller und besser zu machen. Auf Einladung des GovLabs gestalteten die Regionalmanagerinnen der drei LEADER-Regionen, Anne-Kathrin Hoß, Pia Weischer und Friederike Schriever, zusammen mit zwei für LEADER zuständigen Sachbearbeitern der Bezirksregierung und dem Leiter des GovLabs, Nils Hoffmann, in einem Workshop innerhalb von nur einem Tag das neue Angebot für die Internetauftritte. Gemeinsam wurde der digitale Regionalmanager mit Informationen gefüttert und so zum Leben erweckt.

„Der digitale Regionalmanager ist das erste Projekt, bei dem wir im Verwaltungsumfeld wie ein Start-Up agiert haben. Mit den passenden Methoden haben wir mit wenig Aufwand ein nutzerorientiertes, einfaches Infosystem für Förderfragen entwickelt“, erläutert Nils Hoffmann. „Die Testphase soll nicht nur den LEADER-Regionen helfen. Der Bezirksregierung zeigt es auch, wie und ob die eingesetzten Technologien in anderen Verwaltungsbereichen funktionieren können“.

Die Regionen freuen sich, wenn Interessierte im Internet unter www.leader-obenandervolme.de oder www.leader-5verbund.de das neue Angebot auf Herz und Nieren prüfen. Die Regionalmanagerinnen sind schon gespannt auf die Rückmeldungen der Nutzer und deren Anregungen, welche Antworten überarbeitet werden sollten oder welche Fragen offen geblieben sind und erst noch beantwortet werden müssen. Anne-Kathrin Hoß, Regionalmanagerin der Region 3-Länder-Eck, ist unter Tel. 02739/802355 oder per E-Mail (a.hoss@leader-3laendereck.de) zu erreichen.

Den digitalen Regionalmanager können Interessierte auf jeder Seite der genannten Homepages über das Symbol mit der Sprechblase unten rechts in der Ecke kontaktieren. Ein einfaches „Hallo“ genügt, um auf sich aufmerksam zu machen. Der Chatbot führt zu den gewünschten Antworten und gibt bei Bedarf auch noch weiterführende Informationen. Die Probephase wird zunächst bis September in den zwei Pionierregionen 5verBund und Oben an der Volme durchgeführt.

Sollte sich dieses innovative, digitale Angebot als hilfreich für Interessierte und Akteure herausstellen, ist eine Ausweitung des Angebotes auf alle elf LEADER-Regionen in Südwestfalen geplant.

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