Wegen KAG-Debatte: Geplante Arbeiten an Brücke Tretenbach zurückgestellt

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Die kleine Brücke Tretenbach in Oberdielfen muss neu gebaut werden. Jedoch will die Gemeinde damit warten, bis der Landtag über eine mögliche Änderung des KAG entschieden hat. Das beschloss jetzt der Bau- und Umweltausschuss. 

Oberdielfen. Die Baumaßnahme rund um den Neubau der Oberdielfer Brücke Tretenbach soll zurückgestellt werden, bis der Landtag über eine mögliche Änderung des Kommunalabgabengesetzes (KAG) entschieden hat. Das beschloss der Wilnsdorfer Bau- und Umweltausschuss einstimmig in seiner letzten Sitzung.

Die Gemeinde plant, im Zuge des Brückenneubaus, den der Rat bereits beschlossen hat, auch Fahrbahn und Gehwege der Straße Tretenbach zu erneuern, und diese Maßnahme wäre aktuell beitragspflichtig nach dem KAG.

Mit seinem Votum hat der Bau- und Umweltausschuss dem gesamten Bauprogramm grundsätzlich zugestimmt. Das Gesamtkonzept verbindet mehrere Einzelmaßnahmen. Zum einen soll die fünfzig Jahre alte Brücke über die Dielfe erneuert werden. Das Bauwerk ist seit 2016 aus statischen Gründen für den Lkw-Verkehr bzw. Achslasten über 6,9 t gesperrt, Fahrzeuge mit einer Achslast über 5 t dürfen die Brücke nur noch in Schrittgeschwindigkeit überqueren. Die neue Brücke wird wieder uneingeschränkt nutzbar sein, das wäre mit einer Sanierung nicht zu erreichen gewesen.

Gemeinsam mit der Brücke sollen auch die unter ihr verlegten Kanal- und Wasserleitungen erneuert werden. Und weil der Brückenneubau erheblich in den Straßenkörper eingreift, soll der ohnehin stark schadhafte Zustand der Straße Tretenbach in weiten Teilen behoben werden, inklusive der kompletten Erneuerung von Bordanlagen und Gehwegen.

Inwieweit sich eine Entscheidung des Landtags auf die KAG-Beiträge auswirkt, wird die Verwaltung zunächst abwarten und danach auf die Anlieger zugehen, um sie über die Baumaßnahme zu informieren. Bereits jetzt ist abzusehen, dass Bagger frühestens 2020 anrollen werden, da die komplexe und umfangreiche Baumaßnahme frühzeitig im Jahr ausgeschrieben und über die Sommermonate durchgeführt werden muss, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

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