Wilnsdorfer um 3000 Euro "erleichtert"

Polizei warnt vor Anrufen falscher Microsoft-Support-Mitarbeiter

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Wilnsdorf. Das für Betrugsdelikte zuständige Siegener Kriminalkommissariat 2 warnt aus gegebenem Anlass vor verdächtigen Anrufen durch angebliche Microsoft-Support-Mitarbeiter.

Die Anrufer suggerieren ihrem jeweiligen Opfer meist in englischer Sprache mit deutlichem asiatischem Akzent, dass Microsoft einen angeblichen Viren- bzw. Trojanerbefall auf dem genutzten Computer festgestellt habe. Entsprechende Meldungen - so erläutert der hinterhältige Anrufer dann weiter - seien mehrfach beim Microsoft Support eingegangen und man wolle dem Nutzer nun helfen, diese Infektion zu beseitigen. 

Tatsächlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der oder die Täter bereits zuvor eine Schadsoftware auf dem betroffenen Computer installiert haben und der Nutzer tatsächlich Performance-Probleme mit seinem Rechner hat. Während des Telefonates wird das Opfer nun aufgefordert, diverse Einstellungen im Betriebssystem vorzunehmen bzw. bestimmte Programme zu installieren. Hierbei wird dem Täter ein Fernzugriff auf den Rechner ermöglicht, so dass dieser nun ohne Zutun des Eigentümers den Computer bedienen kann. Hierbei können sensible Daten ausgespäht oder zusätzliche Spionageprogramme installiert werden. Letztlich wird für die angebliche Serviceleistung ein Geldbetrag gefordert, welcher in der Regel mittels Kreditkarte bezahlt wird. In diesem Zusammenhang gelangen die Täter jedoch auch noch an die Kreditkartendaten des Opfers.

Am Montag, 6. August, wurde so ein 47-jähriger Wilnsdorfer Opfer der hinterhältigen Betrugsmasche und ist nun rund 3000 Euro ärmer, die die dreisten Betrüger direkt von seinem Konto abbuchten.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass Microsoft nie unangemeldet oder unaufgefordert Support-Anrufe tätigt, um Computerprobleme zu beheben.

Die Kriminalpolizei rät daher:

1. Beenden Sie solche Telefonate umgehend!

2. Sollten bereits Änderungen erfolgt sein, trennen Sie umgehend die Internetverbindung und lassen Sie den Computer fachkundig auf mögliche Schadsoftware überprüfen!

3. Nehmen Sie keine Zahlungen vor!

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