3.000 Euro für Klassenkasse möglich

Preis der Landschaftsgärtner:  Bienen-Retter der Hauptschule Wilnsdorf sind nominiert 

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Die Schüler der Hauptschule Wilnsdorf haben einen Schulgarten angelegt.

Wilnsdorf. Die Hauptschule Wilnsdorf hat es geschafft. Sie sind im Schülerwettbewerb der Landschaftsgärtner „Grünes Licht für...Bienen“ unter die besten 15 Teilnehmer gekommen. In einem Online-Voting auf www.schoenerewelt.de kann jetzt für die Schule abgestimmt werden. Es winken bis zu 3.000 Euro für die Klassenkassen.

Die Teilnahme am Bienen-Wettbewerb ging auf die beiden Referendare Christine Nunner und Johannes Quartier von der Hauptschule Wilnsdorf zurück. Die angehenden Biolehrer hatten den Schülerwettbewerb der Landschaftsgärtner gesehen und im Kollegium für das Mitmachen geworden. Dabei ging es vor allem darum, wie das Bienen-Projekt in den Biologieunterricht integriert werden kann. Die beiden Betreuer wollten nämlich nicht nur die Voraussetzungen für den Schülerwettbewerb erfüllen, sondern mit den Kindern einer fünften und zwei neunten Klassen mehr als die Erstellung eines Instagram-Accounts zur Rettung der Bienen machen, um dort über bienenfreundliche Pflanzen zu posten.

„Inhaltlich haben wir uns mit der Biene als Nutztier und botanischen Aspekten beschäftigt“, sagt Nunner im Gespräch mit dem SiegerlandKurier. „Natürlich je nach Jahrgang von den unterschiedlichen Schwerpunkten differenziert.“

Es wurden auch Nistmöglichkeiten für Insekten gebaut.

Bei den Neunern wurde mehr Wert auf die Botanik gelegt und folgenden Fragen nachgegangen: Wie sind Blüten aufgebaut? Wie funktioniert die Bestäubung? Warum hat die Biene für uns einen so großen Stellenwert bei der Bestäubung von Nutzpflanzen? „Das haben wir bei den Kleineren dann natürlich nur im geringeren Umfang angesprochen und sind mehr auf das Thema ,Die Biene als Nutztier´ eingegangen“, so Nunner. Dabei sei es darum gegangen zu zeigen, welche Blumen gut für Bienen sind.

Schwenk auf Wildbienen

Quartier ergänzt: „Bei den Neunern haben wir dann auch noch den Schwenk auf die Wildbienen gemacht.“ Dabei sei es darum gegangen, dass es immer seltener Nistplätze für Wildbienen gebe. Man habe daher auch Nisthilfen selbst gebaut und aufgestellt. „Sie werden zwar gerne Bienenhotel genannt, aber das ist der falsche Begriff“, erklärt Quartier. „Wir bauen Insektenhotels, wie sie auch im Baumarkt stehen, nur in sinnvoll.“ Im Rahmen des Projekts haben die Teilnehmer nämlich auch eine Analyse gemacht, was in diesem Zusammenhang verkauft wird. Dabei habe man gesehen, dass dort auch viel „Quatsch mit drin sei“, der nur dafür da ist, um dem Menschen zu gefallen, so Quartier.

Ein Kräutergarten wurde ebenfalls angepflanzt.

Damit die Schule auch nachhaltig etwas vom Projekt habe, wurde auch ein Kräutergarten angelegt, der in enger Verbindung mit der Koch-AG der Hauptschule stehe. „Damit die Kinder auch einfach mal sehen können, wo eigentlich die Kräuter oder Gemüse herkommen“, so Quartier. „Wir haben auch Wert darauf gelegt, dass wir viel praktisch arbeiten und die Kinder wirklich mal die Blumen in die Hand nehmen, in die Natur gehen, die Blüten zeichnen und so naturwissenschaftlich zu arbeiten.“

Das Projekt sei sehr gut bei den Kindern angekommen. „Sie identifizieren sich richtig mit dem Projekt und streiten sich sogar in der Pause darüber, wer die Blumen gießen darf. Das ist wirklich toll“, sagt Quartier. Nunner ergänzt: „Gerade bei den Kleinen ist es unglaublich zu sehen, wie sie den Prozess verfolgen und das Projekt wahrnehmen.“ Bei der Umsetzung sei auch die Hilfe von Stefan Schneider, dem Insektenexperten aus dem Lehrerkollegium, von unschätzbarem Wert gewesen, betonten Quartier und Nunner.

„Man schützt nur, was man auch kennt“

Um den Nachhaltigkeitsgedanken des Projekts herauszustellen, lief das Projekt an der Hauptschule Wilnsdorf unter dem Motto „Man schützt nur, was man auch kennt“. Die Natur selbst zu erleben sei für das Projekt sehr wichtig gewesen, daher habe man mehr als nur die 15 Bilder machen wollen, die von den Schülern auf dem Instagram-Account „hscareforbees“ gepostet werden. Es sei schon jetzt ein großer Erfolg, dass die Wilnsdorfer als einzige Hauptschule unter die Top-15 gekommen sei. Insgesamt hatten 200 Schulen teilgenommen. Im abschließenden Online-Voting, das noch bis Ende August läuft, sind die Wilnsdorfer jetzt auf jede Stimme angewiesen, um eine Chance auf die Preisgelder von 3.000 Euro (1. Platz) , 2.000 Euro (2. Platz) und 1.000 Euro (3. Platz) zu haben.

Abstimmung

Wer für den Bienen-Blog (Instagram: hswcaresforbees) der Hauptschule Wilnsdorf abstimmen möchte, kann dies online auf der Seite

www.schoenerewelt.de

machen.

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