Im Rathaus vorgestellt

Gymnasium Wilnsdorf: Projekt „GyWi goes Green“ soll für umweltbewussten Schulalltag sorgen

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Die Schülervertreter des Gymnasiums Wilnsdorf Linda Kalcher, Sophia Hartmann (v.l.), Hovik Shahnazaryan (2.v.r.) und die Schülersprecher Lukas von der Heide (3.v.l.) und Massi Amin-Manan (3.v.r.) stellten beim gemeinsamen Treffen mit Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler und Klimaschutzmanagerin Mareike Oertel (r.) das Projekt GyWi goes Green vor.

Wilnsdorf - Der Klimaschutz ist als eines der wichtigen Themen des 21. Jahrhunderts insbesondere bei der Jugend durch Bewegungen wie „Fridays for Future“ in aller Munde. Auch die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wilnsdorf haben sich für den Klimaschutz ausgesprochen und eine Initiative ins Leben gerufen, mit der sie für weniger Müll und mehr Nachhaltigkeit an der Schule sorgen wollen.

Dieses Projekt stellte die Schülervertretung kürzlich im Rathaus Wilnsdorf vor. Im Beisein von Bürgermeisterin Christa Schuppler,  Klimaschutzmanagerin Mareike Oertel und Michael Ginsberg aus dem Fachdienst Schule,  bot die lockere Gesprächsrunde die Gelegenheit, sich über aktuelle sowie künftige Klimaschutzmaßnahmen am Gymnasium auszutauschen.

Als Schulträger habe die Gemeinde Wilnsdorf ein besonderes Interesse an den Klimaschutzaktivitäten der Schulen im Gemeindegebiet, stieg die Bürgermeisterin direkt ins Thema ein. Die Gemeindeverwaltung arbeite selbst seit einigen Jahren daran, einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wie z.B. mit der Förderung von E-Mobilität oder Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs in kommunalen Einrichtungen. „Beim Klimaschutz kann man schon durch kleine Veränderungen viel erreichen“, betonte Schuppler. „Deshalb finde ich es toll, dass ihr am Gymnasium das Thema so aktiv angeht, um so den Schulalltag deutlich umweltfreundlicher zu gestalten.“

„Etwas im Sinne des Klimaschutzes verändern"

Schon von den Jüngsten der Schule werde der Wunsch geäußert, etwas für die Umwelt zu tun, wusste Schülersprecher Lukas von der Heide zu berichten. „Daher möchten wir lokal versuchen, etwas im Sinne des Klimaschutzes zu verändern.“ Im Zuge des Projektes „GyWi goes Green“ konnten schon einige Optimierungen hinsichtlich Nachhaltigkeit erzielt werden, erklärte der Oberstufenschüler. So werden beispielsweise die Coffee-to-go-Becher abgeschafft und durch wiederverwendbare Keramikbecher ersetzt. Außerdem sollen die Mülleimer gegen farblich korrekte Behälter ausgetauscht und mit zusätzlichen Beschriftungen versehen werden, die eine vorschriftsmäßige Abfallentsorgung gewährleisten sollen.

Photovoltaikanlage auf dem Dach

Beim Treffen mit der Bürgermeisterin stand aber ein größeres Projekt im Vordergrund. Denn die Schülervertretung wünscht sich im Namen der gesamten Schülerschaft eine Photovoltaikanlage auf den Dächern des Gymnasiums, um emissionsarm Strom zu gewinnen. Bürgermeisterin Christa Schuppler zeigte sich diesem Vorhaben gegenüber sehr aufgeschlossen und sah das gemeinsame Treffen als wichtigen Anstoß. Bei Dachsanierungen oder Neubauten der öffentlichen Hand werde immer geprüft, ob die Installation einer Photovoltaikanlage möglich sei, erklärte die Bürgermeisterin.

Auch wenn die Investitionskosten erst einmal sehr hoch erscheinen würden, amortisiere sich eine Photovoltaikanlage durch die Stromkosteneinsparungen in der Regel, wusste Schuppler zu berichten und stieß dabei auf die Zustimmung der Schülervertreter. Im Falle des Gymnasiums ist die Statik einiger Dächer bereits geprüft worden. Die Turnhalle und das A-Gebäude können keine Photovoltaikanlage tragen, die Prüfung des Daches vom C-Gebäude steht noch aus. Aber beim Dach des B-Gebäudes sah Schuppler die Möglichkeit einer PV-Anlage gegeben, da dieses gerade erst erneuert und bereits statisch geprüft worden sei.

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