Strom und Wärme aus Erdgas

Schulkomplex Niederdielfen hat eine neue "Energiezentrale" erhalten

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Bürgermeisterin Christa Schuppler und Marco Michel werfen einen Blick auf die neue Heizung des Niederdielfer Schulkomplexes. 

Wilnsdorf. Feuertaufe bestanden: Die neue Heizung im Niederdielfer Schulkomplex hat die ersten kalten Tage bewältigt. Die gemeinsame Anlage für Grund- und Realschule wurde vor einigen Wochen ausgetauscht und in Betrieb genommen, nachdem ihre 30 Jahre alte Vorgängerin erneuerungsbedürftig war.

Bei der Planung des neuen Wärmespenders spielte der Gedanke an den Klimaschutz eine große Rolle, sagt Bürgermeisterin Christa Schuppler: „Die Anlage besteht aus zwei Teilen, um möglichst effizient zu arbeiten. Die Grundlast des Wärmebedarfs wird von einem Blockheizkraftwerk gestemmt, an Tagen mit zusätzlichem Heizbedarf schalten sich zwei Gas-Brennwertkessel dazu“.

Als „Energiezentrale“ bezeichnet Marco Michel, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Gemeinde Wilnsdorf, die neue Heizung. „Sie leistet mehr, als nur für warme Klassenräume und Lehrerzimmer zu sorgen“, erklärt er. Der im Blockheizkraftwerk arbeitende Gasverbrennungsmotor erzeugt gleichzeitig elektrische und thermische Energie. Die Wärme beheizt die Schulen, die elektrische Energie wird für den Eigenbedarf genutzt. „Wir müssen künftig deutlich weniger Strom vom Energieversorger hinzukaufen“, weist Michel auf die Kosteneinsparung hin. Und auch die beiden neuen Gas-Brennwertkessel bedienen sich einer der effizientesten Technologien der Wärmeerzeugung. Sie machen fast vollständig die im Erdgas enthaltene Energie für die Gebäudebeheizung nutzbar. „Inklusive der Wärme aus dem Abgas, die bei den alten Heizkesseln noch durch den Schornstein verloren ging“, so Michel.

Bürgermeisterin Christa Schuppler ist von der modernen Konzeption der Energiezentrale überzeugt. „Die von uns gewählte Kombination geht mit der wertvollen Ressource Erdgas verantwortungsbewusst um. Wir erzeugen äußerst effizient Wärme und Strom und reduzieren deutlich den CO2-Ausstoß der Schulen“.

Insgesamt 460.000 Euro kostete die neue Heizung. Da für den Austausch verschiedene Förderprogramme genutzt werden konnten, werde sich das Blockheizkraftwerk bereits nach vier Jahren amortisiert haben, erklärt die Gemeinde.

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