Risiko bei Talsperren besonders hoch

Achtung Lebensgefahr! Ruhrverband warnt vor Betreten von Eisflächen auf Stauseen

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Die scheinbar durchgängige Eisfläche ist trügerisch: Durch die schwankenden Wasserspiegel in den Talsperren und Stauseen wird das Eis rissig und brüchig. "Das Betreten ist lebensgefährlich!", warnt der Ruhrverband.

NRW - Für viele ein schöner Nebeneffekt des kalten Winterwetters: Seen, Teiche und Tümpel frieren zu und laden zum rutschigen Eisvergnügen ein. Doch das kann lebensgefährlich sein, warnt der Ruhrverband in einer aktuellen Pressemitteilung.

Der strenge Frost hat Nordrhein-Westfalen seit einigen Tagen fest im Griff. Daher haben sich auf den Vorbecken der Talsperren im Sauerland sowie auf den Stauseen an der unteren Ruhr bereits Eisflächen gebildet, die sich weiter ausdehnen werden. Der Ruhrverband weist daher ausdrücklich darauf hin, dass das Betreten der Eisflächen ebenso wie das Schlittschuhlaufen auf den Stauseen und Talsperren lebensgefährlich und verboten sei. 

"Scheinbar tragfähige Fläche kann plötzlich nachgeben"

"Die Gefahr, dass eine scheinbar tragfähige Eisfläche plötzlich nachgibt, besteht grundsätzlich bei jedem See oder Teich. Bei Talsperren und Stauseen ist das Risiko jedoch besonders hoch", heißt es in der Mitteilung. Denn während die Eisschicht auf einem natürlichen Gewässer immer weiter in die Tiefe vordringen und langsam einen tragfähigen Untergrund bilden könne, reiße die Eisschicht auf einer Talsperre oder einem Stausee wegen des schwankenden Wasserspiegels immer wieder auf. "Durch die Risse steigt Wasser empor und bildet eine neue, dünnere Eisschicht, die bei Belastung natürlich leicht wieder brechen kann", warnt der Ruhrverband. 

"Kein schlechtes Beispiel für Kinder sein"

Das Betreten der Seen sei jedoch nicht nur leichtsinnig und gefährlich, es sollte auch aus Naturschutzgründen tabu sein. "Wenn die Seen zugefroren sind, ziehen sich die Wasservögel auf die noch freien Stellen zurück. An diesen letzten 'Fluchtstellen' werden die Vögel durch den Menschen empfindlich gestört", heißt es. Deshalb bittet der Ruhrverband alle Spaziergängerinnen und Spaziergänger nachdrücklich darum, die Eisflächen an den Gewässern nicht zu betreten – "und sei es nur, um Kindern kein schlechtes Beispiel zu geben".

Hier befinden sich die Talsperren des Ruhrverbandes:

Quelle: wa.de

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