Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln

Baby tot: Jugendliche kommt ins Klinikum Soest - Verdacht auf Tötungsdelikt

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Die Jugendliche war mit starken Blutungen ins Klinikum Soest gekommen.

Welver/Soest - In Welver im Kreis Soest wurde ein toter Säugling gefunden, nachdem eine Jugendliche mit starken Blutungen im Klinikum Soest behandelt wurde. Sie soll das Kind kurz vorher entbunden haben. Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten, dass der Säugling getötet wurde. Die Hintergründe.

Am Mittwoch wurde eine 17-Jährige mit starken Blutungen ins Klinikum Soest gebracht. "Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass sie unmittelbar zuvor ein Kind entbunden haben musste", erklärten Staatsanwaltschaft Arnsberg und Polizei Dortmund in einer gemeinsam Mitteilung.

"Bei der Suche im elterlichen Haus wurde der Leichnam eines männlichen Säuglings gefunden. Die heutige Obduktion hat ergeben, dass das Kind lebend zur Welt gekommen ist."

17-Jährige schweigt - Eltern wollen von Schwangerschaft nichts gewusst haben

Noch sei unklar, warum und wie das Kind ums Leben kam. Bei der Obduktion konnten laut Staatsanwaltschaft keine entsprechenden Verletzungen - etwa durch Schüttern oder Erdrosseln -festgestellt werden. Die 17-Jährige machte gegenüber den Ermittlern keine Angaben, die Eltern erklärten in ihren Vernehmungen, dass sie von der Schwangerschaft ihrer Tochter nichts gewusst hätten, erklärte Staatsanwalt Klaus Neulken im Gespräch mit unserer Redaktion.

Der Verdacht auf ein Tötungsdelikt ergab sich laut Neulken durch das Verhalten der 17-Jährigen, die weder bei der Erstversorgung durch den Rettungsdienst, noch bei ihrer Behandlung im Krankenhaus ein Wort über den frisch geborenen Säugling verlor.

Kleiner Bruder der Jugendlichen entdeckt seine stark blutende Schwester

Der kleine, 13-jährige Bruder der Jugendlichen habe seine Schwester im Elternhaus stark blutend entdeckt und in Panik die Eltern angerufen. Im Anschluss wurde per Notruf umgehend ein Rettungswagen gerufen, der das Mädchen ins Klinikum Soest brachte. 

Unklar ist auch noch, wo der Säugling zur Welt kam: Weder der kleine Bruder der Jugendlichen, noch die Rettungswagen-Besatzung hatten das Baby entdeckt. 

Mordkommission ermittelt

Die genauen Umstände des Todes werden derzeit ermittelt, eine Mordkommission aus Dortmund hat diese Ermittlungen übernommen.

Lesen Sie auch: Vor genau einem Monat kam auch im benachbarten Märkischen Kreis eine Frau mit starken Blutungen ins Krankenhaus. Auch sie hatte kurz vorher ein Kind entbunden. Ermittler fanden es in letzter Sekunde in einem zugeknoteten Müllsack. Es überlebte. Die Mutter sprach in ihrer Vernehmung von "Ängsten".

Quelle: wa.de

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