Polizei im Großeinsatz

NRW begrüßt 2018 weitgehend friedlich 

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Köln/Düsseldorf - Die Silvesternacht in Nordrhein-Westfalen ist in Köln und anderen Städten nach Angaben der Einsatzkräfte weitgehend friedlich geblieben. Zwar mussten Polizei und Rettungsdienste zu Hunderten Einsätzen wegen Streitigkeiten, Ruhestörungen und kleinen Bränden ausrücken. Mehrere Menschen wurden nach Angaben der Einsatzkräfte durch Silvesterknaller verletzt.

Größere Zwischenfälle meldeten die Polizeidienststellen im Land am Neujahrsmorgen aber nur vereinzelt. Neben den starken Sicherheitsvorkehrungen habe auch das in weiten Teilen des Landes regnerische Wetter die Lage in der Nacht beruhigt.

Die Kölner Polizei sprach von einer Lage vergleichbar mit einem normalen Wochenende. Einsatzkräfte seien zu mehreren Schlägereien im ganzen Stadtgebiet ausgerückt. Neun Frauen hätten zudem angegeben, unsittlich angefasst worden zu sein, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Hier seien drei Tatverdächtige identifiziert worden. Eine Polizeibeamtin wurde am Auge verletzt, als ein Böller in Höhe ihres Kopfes explodierte.

"Es waren unfassbar viele Menschen in der Stadt", sagte der Sprecher. Szenen wie in der berüchtigten Kölner Silvesternacht vor zwei Jahren habe es in Köln aber nicht gegeben. So sei es nirgendwo zu Zusammenrottungen von mehreren Hundert Menschen gekommen. Durch den Regen hätten sich viele Besucher auch bald nach Mitternacht auf den Heimweg gemacht. In der Silvesternacht 2015/16 waren in Köln viele Frauen von Männergruppen sexuell bedrängt und bestohlen worden. Unter den Beschuldigten waren viele Nordafrikaner und Flüchtlinge.

In Oberhausen wurden zwei Polizisten mit einer Silvesterrakete beschossen und verletzt. Die Beamten waren wegen einer Körperverletzung alarmiert worden. Als sie am Tatort eintrafen, seien sie mit der Rakete beschossen worden und hätten ein Knalltrauma erlitten, teilte die Polizei mit. Der mutmaßliche Täter wurde in Gewahrsam genommen.

In Gelsenkirchen explodierte ein Böller in der Hand eines Mannes - ihm seien zwei Finger ganz und zwei weitere teilweise abgesprengt worden.

In Düsseldorf gab es nach einer ersten Bilanz der Polizei weniger Einsätze als beim vergangenen Jahreswechsel. Anzeigen wegen Sexualdelikten habe es bis zum Neujahrsmorgen nicht gegeben, sagte ein Sprecher. Auch in Dortmund habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben, teilte die Polizei mit.

Von den insgesamt 40 000 Polizisten in NRW waren nach Angaben des Innenministeriums 5700 im Einsatz. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dankte den Einsatzkräften: "Allen Polizistinnen und Polizisten in Köln und überall im ganzen Land einen besonderen Dank für Ihren Einsatz, während andere feiern!", twitterte er. - dpa

Quelle: wa.de

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