Behörden räumen Wohnhaus in Krefeld wegen Brandgefahr

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Krefeld - Wegen Mängeln beim Brandschutz haben die Behörden in Nordrhein-Westfalen ein weiteres Wohnhaus evakuiert. Das Haus sei nun leer und der Einsatz abgeschlossen, sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstag. 25 Bewohner hätten das Gebäude verlassen müssen.

Die Stadtverwaltung hatte die Probleme bei Kontrollen am Freitagabend entdeckt und die unverzügliche Räumung angeordnet. Den Betroffenen wurde Platz in Notunterkünften angeboten.

Das Wohnhaus war als sogenannte Problem-Immobilie überprüft worden. Weitere gemeinsame Kontrollen sollen folgen. Erst am Donnerstag hatten 800 Bewohner eines Hochhauskomplexes in Dortmund ihre Wohnungen verlassen müssen. Die Stadtverwaltung hatte dort ebenfalls Probleme mit dem Brandschutz festgestellt.

Nach dem verheerenden Großbrand des Londoner Grenfell Towers mit rund 80 Toten sind auch in Deutschland brennbare Fassadendämmungen in den Blick geraten. Zuvor waren bereits Häuser in Wuppertal und Duisburg wegen Brandschutzproblemen geräumt worden.

An der Kontrolle in Krefeld waren neben Bauaufsicht und Feuerwehr auch Zoll und Polizei beteiligt. Zwei Häuser waren kontrolliert und insgesamt 36 Bewohner angetroffen worden. Davon waren 31 Personen dort gemeldet, 5 nicht. An dem Einsatz waren rund 50 Polizeibeamte und rund zehn Mitarbeiter der Stadt Krefeld beteiligt.

Gegen die Eigentümer der Häuser sollen nun ordnungsbehördliche Maßnahmen eingeleitet werden. Der Einsatz sei friedlich verlaufen, alle Bewohner hätten sich kooperativ verhalten. Welcher Art die Brandschutzmängel sind, teilten die Behörden nicht mit. - dpa

Quelle: wa.de

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