Drei Lkw krachen ineinander - Anzeigen gegen Rettungsgassen-Verweigerin und Gaffer

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Dortmund - Drei Lkw krachen auf der A 1 an einem Stauende ineinander, ein Mann wird schwer verletzt. Vier Personen - eine Rettungsgassen-Verweigerin und drei Gaffer - müssen zudem mit einer Strafe rechnen. 

Schwerer Lkw-Unfall auf der A 1: Am Mittwochmorgen krachten kurz hinter dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna drei beteiligten Lkw ineinander. Einer der Fahrer, ein 49-Jähriger aus Schwerte, wurde schwer verletzt.

Er hatte wohl übersehen, dass ein 28-jähriger Kollege aus Lüdenscheid seinen Lkw auf dem rechten Fahrstreifen der A 1 in Richtung Bremen verkehrsbedingt stark abbremsen musste. Es kam zur folgenschweren Kollision. Zuletzt prallte auch noch ein 40-jähriger Hagener mit seinem Lkw auf den des 49-Jährigen.

Ein Rettungshubschrauber brachte den schwer verletzten Schwerter in ein Krankenhaus.

Strafen für ignorante Fahrer

Die A 1 musste an der Unfallstelle für rund eine halbe Stunde komplett gesperrt werden. Während dieser Sperrung hatten die Beamten nicht nur mit der Unfallaufnahme zu tun.

Laut Polizei mussten sie "das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer sanktionieren". Eine Autofahrerin hatte keine Rettungsgasse gebildet, behinderte so die anrückenden Einsatzfahrzeuge. Die Folge: Sie erhielt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, die sie teuer zu stehen bekommen dürfte.

Drei weitere Autofahrer müssen außerdem mit einem Bußgeld rechnen, weil sie sich als Gaffer "hervortaten" und die Unfallstelle filmten.

Obwohl es ein wichtiges Signal ist, dass Gaffer und Rettungsgassen-Verweigerer bestraft wurden, dürfte die Dunkelziffer auch in diesem Fall enorm sein: "Es waren vermutlich auch in diesem Fall mehr als drei Gaffer", bestätigte eine Sprecherin der Polizei Dortmund gegenüber unserer Redaktion. 

Zunächst mussten höhere Prioritäten wie die Absicherung der Unfallstelle und die Verletztenversorgung bewältigt werden. Einsatzkräfte, die sich ausschließlich auf Gaffer hätten konzentrieren können, konnten nicht abgestellt werden.

Quelle: wa.de

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