Kies-Lkw stößt mit Taxi zusammen / Fünf Verletzte / Strecke frei

Reifenplatzer am Sattelzug löst schweren Unfall auf der A44 bei Werl aus

+

[Update 10.22 Uhr] Werl - Nach ersten Ermittlungen der Polizei hat ein Reifenplatzer an der Zugmaschine des Sattelzuges den schweren Unfall am Mittwochnachmittag auf der Autobahn 44 bei Werl ausgelöst. Der Lkw war mit einem Taxi kollidiert und durchbrach danach die Leitplanke, ehe er umkippte. Fünf Personen wurden verletzt, nur der Taxifahrer aus Meschede (34) aber schwer. Die Autobahn war in beiden Richtungen lange gesperrt.

Nach dem Unfall des mit 20 Tonnen Schotter beladenen Muldenkippers in Höhe der Raststätte Am Haarstrang Süd hat die Polizei die Strecke am Donnerstagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben. Am Steuer des Lkw saß ein 24-Jähriger aus Datteln.

Gegen 3 Uhr waren beide Fahrbahnen in Richtung Dortmund und Kassel zumindest teilweise wieder befahrbar, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Der Sachschaden wird auf 250.000 Euro geschätzt. Ein Polizeihubschrauber unterstützte durch Luftbildaufnahmen die Unfallaufnahme.

Der Sattelzug hatte am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr auf der A44 zwischen Unna und Werl die Mittelleitplanke durchbrochen und war umgekippt. Der Sattelzug stieß bei dem Unfall mit einem Taxi zusammen. Der Taxifahrer wurde den Angaben zufolge schwer verletzt, drei Insassen sowie der Lkw-Fahrer leicht.

Der umgekippte Sattelzug blockierte laut Polizei alle Fahrspuren, der Kies verteilte sich auf dem gesamten Autobahnabschnitt. Im Feierabendverkehr bildete sich in beide Richtungen ein kilometerlanger Stau. Ersten Ermittlungen zufolge war ein Reifen des Lastwagens geplatzt. Der Tank des Lkw riss bei dem Unfall auf. Etwa 400 Liter Diesel ergossen sich in den begrünten Mittelstreifen. Der Treibstoff floss auch über die Fahrbahn Richtung Kassel in den angrenzenden Grünbereich.

Autos, die am Mittwochabend zwischen der Anschlussstelle Unna-Ost oder dem Autobahnkreuz Werl und der Unfallstelle standen, hatten bereits vorher von der Autobahn geführt werden können.

Das Führerhaus hatte in die Gegenfahrbahn hinein geragt, beide Fahrtrichtungen der Autobahn 44 glichen einem Trümmerfeld. Das Taxi war neben dem 34-jährigen Fahrer aus Meschede mit einem Ehepaar (61-jährige Frau und 65-jähriger Mann aus Meschede) besetzt. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte das Taxi gegen den Golf einer 26-jährigen Frau aus Soest, die ebenfalls leicht verletzt wurde.

Von den Störungen waren die Autobahnen 1, die Bundesstraße 233 und die L969 (B1) betroffen. Die Nebenstrecken waren überlastet. All jene, die auf der Autobahn zwischen einer Abfahrt und der Unfallstelle steckten, brauchten Geduld. 

Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Im Einsatz war die Feuerwehr Werl gemeinsam mit der Wehr aus Unna. - mit dpa-Material

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare