Polizei beendet "Einsatz"

Betrunkener bricht in Feuerwehr-Wache ein: Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Vollgas gestohlen

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Mit dem Fahrzeug durchbrach der Täter das geschlossene Hallentor der Feuerwehr-Wache.

Hagen - Am Montagmorgen brach ein 34-Jähriger in die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Hagen ein. Er durchwühlte Spinde und Schränke. Dann führte ihn sein Weg in die Fahrzeughalle, wo er sich an das Steuer eines Einsatzfahrzeugs setzte, das Blaulicht einschaltete und Vollgas gab.

"Nach bisherigen Erkenntnissen", erklärt die Polizei Hagen, brach ein 34-Jähriger am frühen Montagmorgen in die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Hagen ein. "Dort durchwühlte er einen Großteil der persönlichen Spinde und diverse Schränke."

Anschließend sei es ihm gelungen, ein Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr, einen VW T5, zu starten. "Als er das Blaulicht einschaltete, bemerkte ihn ein Feuerwehrmann auf dem Weg zur Arbeit" schildert die Polizei. Umgehend verständigte der verdutzte Feuerwehrmann die Polizei. 

Mit dem Einsatzfahrzeug durch das geschlossene Hallentor

Der ertappte Einbrecher durchbrach mit dem Bulli ein geschlossenes Rolltor und fuhr auf die Straße. An einer Straßenkreuzung würgte der 34-Jährige den Motor des Autos ab. Die Beamten konnten den Einbrecher aus dem Auto ziehen. 

"Er ließ sich widerstandslos festnehmen." Der Mann war betrunken (0,4 Promille) und hatte keinen Führerschein. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Wie lange der Einbrecher sich in der nicht besetzten Feuerwehrwache aufhielt, sei noch unbekannt.

Wie konnte er das Feuerwehrfahrzeug starten?

Wie er es schaffte, das Einsatzfahrzeug zu starten, werde derzeit ermittelt, sagte Sebastian Hirschberg von der Polizei Hagen auf Anfrage unserer Redaktion. Möglich sei, dass er den Fahrzeugschlüssel zuvor in einem der von ihm durchwühlten Schränke gefunden habe. 

Er durchwühlte Spinde und Schränke.

Auch sein Motiv sei noch unklar: Eine Verbindung zur Feuerwehr habe der Einbrecher nach Auskunft der Feuerwehr Hagen nicht.

Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf zirka 150.000 Euro. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: wa.de

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