Familie im Urlaub 

Fachwerkhaus in Gütersloh niedergebrannt

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Gütersloh - Wenn eine Familie aus dem Urlaub nach Hause kommt, wird ihr Wohnhaus nicht mehr stehen. Dieser Albtraum wurde in der Nacht für eine Gütersloher Familie wahr, das historische Fachwerkhaus am Postdamm brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Um 3.24 Uhr bemerkte ein Passant den Brand des Wohnhauses gegenüber dem Gelände der bekannten Dampfkleinbahn am Postdamm. Er rief die Feuerwehr, die Helfer riefen noch während der Anfahrt Unterstützung. Der helle Feuerschein, verursacht durch meterhoch in den Himmel schlagende Flammen, wies ihnen den Weg. Neben dem Löschzug Gütersloh wurden die Löschzüge Isselhorst und Avenwedde alarmiert, berichtete Joachim Achtert als Einsatzleiter. 

Ihm standen rund 100 Einsatzkräfte zur Verfügung, die vor allem damit beschäftigt waren, eine leistungsfähige Wasserversorgung aufzubauen. Die nächsten Hydranten waren rund einen Kilometer entfernt, im Norden an der Einmündung Zum Brinkhof, im Süden Am Schlangenbach. So mussten sich die Feuerwehrleute zunächst darauf beschränken, mit dem in den wasserführenden Fahrzeugen mitgeführten Wasser (knapp 10.000 Liter) ein Übergreifen des Brandes auf die benachbarten Gebäude zu verhindern. Durch Riegelstellungen konnte diese Aufgabe erfolgreich bewältigt werden, sowohl eine Werkstatt als auch der Fahrzeugstellplatz konnten ausreichende gekühlt werden. Noch vor dem Eintreffen der ersten Feuerwehrleute stand das Wohnhaus im Vollbrand, so dass hier nichts gerettet werden konnte. 

In der historischen Bauweise des Fachwerkhauses hatten die Flammen reichlich Nahrung gefunden. Noch während der Löscharbeiten wurde der nördliche Giebel des Hauses eingerissen, ferner ein Abbruchunternehmen mit weiteren Arbeiten beauftragt. Nur so konnten letztlich auch die letzten Glutnester abgelöscht werden. Erst gegen 5 Uhr konnten die meisten Kräfte wieder abrücken, gegen 8.30 Uhr konnte dann auch die letzte Fahrzeugbesatzung wieder zum Standort fahren. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, die Polizei schätzt den Schaden auf rund 400.000 Euro. Die Ursache ist bisher ungeklärt, nach derzeitigem Ermittlungsstand wird Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Die Polizei bittet um Hinweise, Tel. 05241 - 8690.

Von Andreas Eickhoff

Quelle: wa.de

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