SPD-Opposition hatte Antrag gestellt

Familienminister sichert flexiblere Kinderbetreuung in NRW zu

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Kinderbetreuung

Düsseldorf - In NRW soll es künftig flexiblere Betreuungsmodelle für Kindergartenkinder geben. Das erklärte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. "Wir werden die Bedarfe analysieren."

Anlass der Debatte war ein Antrag der SPD-Opposition. Sie fordert flexiblere Öffnungszeiten und mindestens eine gut erreichbare Kita mit Öffnungszeiten zwischen 7 und 18 Uhr für alle Eltern. 

Der SPD-Abgeordnete Dennis Maelzer betonte, es sei nicht hinnehmbar, wenn eine weitere Generation mit starren Kitazeiten und unzureichenden Öffnungszeiten in Randzeiten leben müsse. 

Abgeordnete der Regierungsfraktionen, aber auch die AfD-Opposition, warfen der SPD vor, "dreist" einen Wunschkatalog mit allen Forderungen vorzulegen, die in sieben rot-grünen Regierungsjahren nicht umgesetzt worden seien. Die abgelöste Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) habe es nicht geschafft, eine Reform des Kinderbildungsgesetzes auf den Weg zu bringen, stellte Stamp fest. 

"Es war nicht mal ein Eckpunktepapier im Ministerium zu finden", sagte der CDU-Abgeordnete Raphael Tigges. In den rund 10 000 Kitas in NRW hätten weniger als vier Prozent länger als 17 Uhr geöffnet, ergänzte der FDP-Abgeordnete Marcel Hafke. 

Die AfD-Abgeordnete Iris Dworeck-Danielowski warf der SPD vor, in ihrem Forderungskatalog ausgeblendet zu haben, wie erweiterte Öffnungszeiten finanziert werden und wo das Personal herkommen sollte. 

Die Grünen-Abgeordnete Josefine Paul mahnte die Regierungsfraktionen, die Legende vom hinterlassenen Scherbenhaufen könne Regierungshandeln nicht ersetzen. - dpa

Quelle: wa.de

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