FDP-Vize Kubicki fordert von NRW-CDU Gespräche auf Augenhöhe

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FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki hat noch vor dem ersten Sondierungstreffen über eine Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen von der CDU Gespräche auf Augenhöhe eingefordert.

Passau/Düsseldorf - FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki hat noch vor dem ersten Sondierungstreffen über eine Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen von der CDU Gespräche auf Augenhöhe eingefordert.

"Eine Regierung mit nur einer Stimme Mehrheit in einem Land wie NRW mit seinen großen Problemen wäre schon eine Herkulesaufgabe und eine immense Herausforderung. Es wird sehr schwierig in Düsseldorf", sagte Kubicki der "Passauer Neuen Presse". "Aber Herr Laschet und die CDU werden sich daran gewöhnen müssen, dass Koalitionspartner gleich stark sind, weil nur mit beiden gemeinsam eine Mehrheit möglich ist. Das geht dann nur auf Augenhöhe", ergänzte Kubicki. Das werde die Union lernen müssen. 

Die CDU habe in NRW kein außergewöhnliches Ergebnis erreicht. "Schwarz-Gelb ist kein Selbstgänger. Ohne vernünftige Politik kann uns eine Regierungsbeteiligung nicht locken." Für die FDP sei Opposition alles andere als Mist. Opposition könne attraktiv sein. 

Die NRW-SPD, die bereits am ersten Tag nach ihrer Wahlniederlage eine große Koalition mit der CDU ausgeschlossen hat, kritisierte Kubicki heftig. "Dass die Sozialdemokraten jede Regierungsbeteiligung ablehnen, ist unter demokratischen Gesichtspunkten verwerflich." Schwarz-Gelb ist die einzige noch realistische Regierungskonstellation im bevölkerungsreichsten Bundesland. - dpa

Quelle: wa.de

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