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Kettler warnt: Splitternde Felgen beim „Kettcar“

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Werl/Ense - Es ist das Vorzeigeprodukt, das den Namen „Kettler“ in die Welt getragen hat. Nun aber muss das Unternehmen die freie Fahrt für Kinder auf ihren Kettcars kurzzeitig bremsen – bis die Eltern die Sicherheit des Gefährts kontrolliert haben.

Kettler hat Kunden und Händler über einen „vorsorglichen Sicherheitshinweis“ informiert: „Bei bestimmten Kettcar-Modellen mit luftbereiften Rädern ist nicht auszuschließen, dass Kunststofffelgen bersten und unter ungünstigen Umständen Splitter zu Verletzungen führen können“, teilt das Unternehmen mit Stammsitz in Ense-Parsit und Werken in Werl mit. „Dies kann insbesondere bei starken Belastungen oder beim Aufpumpen der Reifen auftreten.“

Daher werden Kunden gebeten, ihr Kettcar „vorläufig nicht mehr zu verwenden“ und sich unter http://service.kettcar.de zu informieren. Auf dieser extra für den Sicherheitshinweis eingerichteten Internetseite werden Informationen gegeben. „Kunden können anhand der Artikel- und Seriennummer überprüfen, ob ihr Kettcar betroffen ist; und sie erfahren die Schritte zum Ersatz der Räder, falls dies nötig ist“, so das Unternehmen. Die zur Identifikation nötigen Artikel- und Seriennummern befinden sich auf dem Typenschild unterhalb der Vorderachse am Kettcar. „Hilfestellung zum Auffinden und Lesen des Typenschilds gibt ebenfalls die Internetseite.“

Ein Fall mit einer "leichten Verletzung"

Der Sicherheitshinweis gelte nur für eine bestimmte Anzahl von Kettcar-Modellen mit luftbereiften Rädern. Nicht betroffen sind Seriennummern mit den Kennungen B-2503 oder größer, z.B. B-2802, C-0204 etc. Kettcars mit Kunststoffreifen sind ebenfalls nicht betroffen. Es habe verschiedene Reklamationen und auch einen Fall mit einer „leichten Verletzung“ in Deutschland gegeben, sagt Pressesprecherin Stefanie Risse. Um das für die Zukunft auszuschließen, greife man zu der Vorsichtsmaßnahme.

Kettler habe sofort reagiert

„Als deutscher Markenhersteller sehen wir uns da in der Pflicht“; sagt Stefanie Risse. „Gerade im Umgang mit Kindern müssen wir fürsorglich sein.“ Alle Kettcars werden in Deutschland produziert. „Und alle sind TÜV-geprüft“, sagt Stefanie Risse. Kettler genüge größten Sicherheitsansprüchen. Als das Problem aufgefallen ist, habe man sofort reagiert; bei neueren Modellen gebe es den „Materialfehler“ nicht mehr.

Wie viele Modelle betroffen sind und einen Satz neue Reifen benötigen, das kann das Unternehmen nicht sagen. Kettler deutet aber auch Kulanz an bei älteren Modellen, für die die Gewährleistungspflicht eigentlich nicht mehr gilt. „Auch da werden wir Lösungen finden.“

Quelle: wa.de

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