Aus Freundschaft in die Zelle - Dortmunder folgt Kumpel freiwillig ins Polizeigewahrsam

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Die Dortmunder Polizei nahm während ihrer Schwerpunktkontrollen in der Innenstadt mehrere Personen in Gewahrsam.

Dortmund - Die tiefe Verbundenheit zu einem Freund führte einen 24-jährigen Dortmunder direkt ins Polizeigewahrsam. Die Beamten konnten gar nicht anders, als ihn mitzunehmen. 

Hintergrund der fast rührenden Geschichte waren Schwerpunktkontrollen der Polizei am Mittwoch in der Dortmunder Innenstadt, bei denen gegen kriminelle Strukturen und Clankriminalität vorgegangen werden sollte. 

Während dieser Kontrollen im Keuningpark habe der 24-Jährige quasi darum gebettelt, von der Polizei mitgenommen zu werden. "So lange, bis die eingesetzten Beamten seiner Bitte nachkommen mussten", heißt es im Polizeibericht.

Der Mann wollte sich offenbar nicht von seinem 19-jährigen Freund trennen, der in Gewahrsam genommen wurde, weil er einem Platzverweis nicht nachgekommen war. 

Da, wo sein Freund hingehe, würde auch er hingehen,  sagte er den Beamten gegenüber. Ob der Mann über diese Aussage so richtig nachgedacht habe, stellte auch die Polizei in Zweifel. Aber der Hinweis, dass sein Freund nun nicht die Reise in ein Hotel, sondern in eine Zelle antreten würde, half nicht. 

Und so bekam der 24-Jährige das, was er wollte: "Da auch er dem Platzverweis nicht nachkam, ging auch für ihn die Fahrt in Richtung Gewahrsam", schreibt die Polizei. 

Nur eine Zelle, die durfte er sich mit seinem Kumpel nicht teilen. Erst nach ihrer späteren Entlassung waren die beiden wieder vereint.

Insgesamt wurden während der Kontrollen in Dortmund 138 Personen überprüft und 28 Platzverweise ausgesprochen.

Quelle: wa.de

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