Früherer Funktionär in Hammer Rechtsextremisten-Szene verurteilt

Haftstrafe für Neonazi Krolzig

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Sascha Krolzig

Bielefeld - Sascha Krolzig (30), früherer Funktionär in der Hammer Rechtsextremisten-Szene und Vorsitzender der neonazistischen Partei „Die Rechte“ in Ostwestfalen-Lippe, ist in Bielefeld wegen antisemitischer Beleidigungen zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Das Gericht sah den Straftatbestand der Volksverhetzung und Beleidigung als erfüllt an, wie ein Sprecher des Bielefelder Amtsgerichts sagte. (AZ: Ds 1027/17) Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Vorsitzende des Partei-Kreisverbandes Ostwestfalen-Lippe, Sascha Krolzig, hatte den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Herford/Detmold, Matitjahu Kellig, auf der Internetseite der Partei unter anderem als "selbstgefälliger frecher Juden-Funktionär" beschimpft. 

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde hatte im Jahr 2016 Strafanzeige gegen die Partei "Die Rechte" bei der Staatsanwaltschaft Detmold eingereicht. Auslöser war ein Radio-Interview Kelligs. 

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde und emeritierte Musikprofessor hatte im WDR kritisiert, dass ein Verleger aus Ostwestfalen, in dessen Druckhaus das Amtsblatt der Stadt Preußisch Oldendorf hergestellt wird, auch rechte Schriften verbreitet. 

So sei von diesem Verleger unter anderem das Buch "Die letzten Tage mit Adolf Hitler" des ehemaligen Chauffeurs Hitlers vertrieben worden. Kellig erhielt nach seiner Kritik auch beleidigende Kommentare in E-Mails an seine private Adresse, die mit "Die Rechte OWL" unterzeichnet waren.

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Quelle: wa.de

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