Es gibt Zeugnisse! Wie sollten Eltern auf schlechte Noten reagieren?

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Düsseldorf - In NRW bekommen am Freitag insgesamt 2,5 Millionen Schüler ihr Halbjahreszeugnis. Besonders vor dem Wechsel auf eine weiterführende Schule seien die Zeugnisse ein wichtiger Gradmesser dafür, welche Schulform für das eigene Kind geeignet sei, sagt NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer.

Sie rät Eltern deshalb, sich intensiv mit den Halbjahresnoten zu beschäftigen und mit den Lehrerinnen und Lehrern zu beraten. 

Bei schlechten Noten warnt der Diplom-Pädagoge Detlef Träbert vor übermäßigen Strafen, die die Kinder und Jugendlichen oft entmutigten, demotivierten und Schuldgefühle auslösten. "Eltern sind gut beraten, wenn sie sich ganz klar als Helfende positionieren", sagt der Schulpsychologe Andreas Heidecke im Interview mit dem Schulministerium. 

Wichtig sei der Blick in die Zukunft. Immer mehr Eltern geben sich mit den Noten für ihre Kinder aber nicht zufrieden. Die Zahl der Elternbeschwerden über die von den Lehrern vergebenen Noten hat nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an den Schulen spürbar zugenommen. "Nach unserem Eindruck stellen Eltern öfter als früher die Kompetenz der Lehrkräfte in Frage", sagte Berthold Paschert, der Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW. 

Mit Zahlen lässt sich dieser vermeintliche Trend NRW-weit allerdings nicht belegen, weil es für den ersten Verfahrensschritt an den Schulen keine Zahlen gibt. - dpa

Quelle: wa.de

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