Haftbefehl nach lebensgefährlicher Messerattacke

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Rheine/Münster - Ein 44-jähriger Rumäne, der am Sonntag einen Landsmann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hatte, sitzt nun in Untersuchungshaft.

Am Sonntagvormittag war ein 20-jähriger Rumäne in Rheine mit einem Messer attackiert worden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft Münster sowie der Polizei in Münster und Steinfurt. Der Angegriffene wohnt demnach zusammen mit dem mutmaßlich Tatverdächtigen in der Graf-von-Stauffenberg-Straße in einer Unterkunft für Monteure.

"Nach ersten Erkenntnissen geriet der Rumäne mit einem 44-jährigen Landsmann in einen verbalen Streit", erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Dieser Streit entwickelte sich in eine körperliche Auseinandersetzung in dessen Verlauf der Ältere den 20-Jährigen möglicherweise mit einem Messer verletzt hat. "Die Hintergründe sind bislang unklar", sagte Botzenhardt weiter. Die durch die Zeugen alarmierten Polizisten nahmen den 44-Jährigen noch in der Unterkunft fest.

Die Ermittlungsbehörden haben die Auseinandersetzung als versuchtes Tötungsdelikt klassifiziert und unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux eine Mordkommission eingerichtet. "Wir werden erst durch die anstehenden Vernehmungen der Kontrahenten die Hintergründe des Streits ermitteln können", sagte der Leiter der Mordkommission zu Beginn der Ermittlungen.

Gegen den 44-Jährigen, der in der Vernehmung den Messerangriff bestritt, wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erlassen.

Quelle: wa.de

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