Raser riskieren das Leben anderer

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Für ein bisschen Nervenkitzel setzen Raser bei illegalen Rennen auch das Leben anderer aufs Spiel. Einige Fälle der vergangenen Jahre:

- Köln Juli 2016: Einer von zwei Rasern kracht bei einem Rennen in der City in ein unbeteiligtes Auto, eine 66-Jährige wird schwer verletzt.

- Hagen, Mai 2016: Zwei Fahrer liefern sich ein mutmaßliches Rennen in der Innenstadt. Sie geraten in den Gegenverkehr, fünf Menschen werden verletzt.

- Berlin, Februar 2016: Mitten im Zentrum veranstalten zwei junge Raser ein tödliches Rennen. Bei Tempo 160 rammt einer von ihnen einen Jeep, dessen Fahrer stirbt

- Ludwigshafen, Januar 2016: Auf dem Rücksitz eines rasenden Autos kommt eine junge Frau zu Tode. Der Fahrer war bei einem Rennen gegen einen Baum geprallt. Zwei weitere Mitfahrer werden schwer verletzt. 

- Karlsruhe, Dezember 2015: Bei einem illegalen Rennen rammen zwei Fahrer mehrere unbeteiligte Autos. Bilanz: sechs Verletzte.

- Köln, April 2015: Bei Tempo 100 verliert einer von zwei Rasern die Kontrolle. Eine 19 Jahre alte Radfahrerin kommt ums Leben. 

- Köln, März 2015: Ein Raser überfährt bei einem Rennen eine rote Ampel und rammt ein Taxi, ein Fahrgast stirbt.

- Freiburg, Januar 2012: Auf einer Bundesstraße sterben im Januar 2012 zwei Menschen bei einem Autorennen – eine unbeteiligte Frau und einer der beiden Fahrer sterben. 

- Und wie reagiert die Justiz? In mehreren Raserprozessen hatten Gerichte zuletzt unterschiedliche Strafen verhängt. So wurden im Februar in Berlin zwei Angeklagte wegen Mordes verurteilt, nachdem ein 69-jähriger Mann bei ihrem illegalen Wettrennen getötet worden war. In Köln dagegen erhielten zwei mutmaßliche Raser im April 2015 wegen fahrlässiger Tötung lediglich Bewährungsstrafen. Sie hatten sich ein Rennen geliefert, bei dem eine 19-jährige Fahrradfahrerin ums Leben kam. Mit dem Strafmaß in dem Kölner Fall beschäftigt sich derzeit der Bundesgerichtshof. Ein Urteil wird für Donnerstag erwartet. 

In Hagen läuft aktuell der Prozess um den Raser-Unfall vom Mai 2016. Der 34-jährige Beschuldigten ist wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Mit einem Urteil ist nicht vor Anfang Juli zu rechnen.

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Quelle: wa.de

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