Kanone explodiert - Schützenkönig von Metallteilen getötet: So lautet das Urteil des Gerichts

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Der Vorfall sorgte für große Betroffenheit.

Marsberg - Vor zwei Jahren kam es auf dem Marsberger Schützenfest zu einem Unfall mit tragischen Folgen. Beim "Anböllern" explodierten zwei der Kanonen. Eines der weggeschleuderten Metallteile traf den Schützenkönig in den Bauch, verletzte ihn tödlich. Nun hat das Gericht ein Urteil gefällt.

Den 64-jährigen Angeklagten traf nach Ansicht des Gerichts nur "ein sehr geringes Verschulden an dem tragischen Todesfall" vom 11. Juli 2015. Er musste sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Das Strafverfahren (AZ: 4 Ds 25/17) wurde mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft Arnsberg und des Angeklagten vorläufig gegen die Zahlung von 5.000 Euro an die Staatskasse eingestellt. 

Der Schützenkönig wurde während des sogenannten "Anböllerns" durch eine Kanone, die beim Zünden zerbarst, tödlich verletzt. Nach Aktenlage war eine falsche Beladung ursächlich. Der Angeklagte hat eingeräumt, die Kanone gezündet und nicht zuvor kontrolliert zu haben. 


"Der Angeklagte selbst hatte die Kanone aber nicht geladen. Die dafür zuständigen Personen verfügten über eine besondere Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz. Sie haben in der Vergangenheit immer zuverlässig gearbeitet. Es gab nach Aktenlage keine Anhaltspunkte dafür, dass es dieses Mal anders war", so die Aussage des Gerichts.

Quelle: wa.de

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