Kinderfrei - Was nun?

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Kinderfrei - Was nun? Juhu! Alle Kinder mit einer Klappe sozusagen waren wir los! Kinderfrei!

Ein Gefühl wie damals sturmfrei zuhause ohne die „Alten“ - nur jetzt mal umgekehrt! Endlich mal wieder tagsüber Fernsehen, vor allem das, was WIR wollen. Dabei ´ne Flasche Cola und eine Tüte Chips, wenn wir Bock haben und nicht erst, wenn die Kinder schlafen (und dann bloß ganz leise damit keiner die Tüte knistern hört). Oder einfach ein Blech Kroketten machen und alle sind für mich, ohne Gemüse - mit Mayo.

Alles hatten wir so schön geplant. Dann die Realität: An dem Samstag, als Davids Geschwister samt Partner unsere liebreizende Meute abgeholt hatte, taten wir was? Wir putzten das Haus. Schließlich ist es dann mal länger als nur drei Minuten sauber! Endlich lohnt es sich mal den Wischer aus der hinterletzten Ecke zu kramen, ihn zu lauter Mucke über die Fliesen zu schwingen und keiner stört mich dabei. Hätte mir das mal früher einer gesagt, ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Und dann noch schnell die Kinderzimmer aufräumen - ok jetzt kommt es auch bei mir raus: Klar bestehe ich drauf, dass alle ihre Zimmer selber aufräumen! Wie in jedem guten Erziehungsberater ja auch steht: Schon früh mit den Kindern aufräumen, am besten schon mit sechs Monaten. (Bla Bla) Klar, auch hier sieht die Realität anders aus, denn: Wer räumt schon gerne auf? Und wenn, hat die "Alte" (also ich ) auch wieder was zu meckern. Aufräumen in Kinderaugen ist anders als in Mama-Augen!

Als dann alles sauber war, schauten mein Mann und ich uns erstmal planlos an und schrieben gleich mal schnell die erste Whatsapp an die Babysitter: „Wie klappt´s? Sind alle lieb?“ Obwohl ich doch mega cool getan habe und vorher gesagt habe, sie sollen sich bloß nicht melden, außer es blutet jemand. Und eine Stunde später frag ich natürlich als erste, ob alles läuft! Sicherheitshalber! Sind die Babysitter doch alle noch kinderlos. Und ich befürchtete dass sie es auch für immer bleiben werden, wenn sie mit unseren Dreien den ganzen Samstag plus Übernachtung zusammen waren! Aber: Es lief alles top. Wie immer, wenn die woanders sind.

Ok, also konnten wir uns entspannen und schön shoppen fahren. Die Fahrt in die Großstadt war schon total schön entspannt: Autofahren ohne Kindermusik & Hörspiel, ohne Gezanke, Tritte in den Rücken, ohne Geschrei. Einfach nur glücklich gelangweilt und vor allem schweigend aus dem Auto schauen oder mal kurz einnicken! Herrlich! Beim Bummeln ohne Kinder Hand in Hand schlendern und dann was kaufen? Natürlich Kinderklamotten! Hände voll bepackt und wohin denn jetzt mit den Taschen? Schließlich kein Buggy, weil kein Kind dabei! Mist!

Abends haben wir Freunde besucht - zum Grillen, Bier und natürlich deren frisches Baby angucken! Ach, was schön, wenn die nur so rumliegen und noch nix sagen können. So ganz ohne Kinder haben wir also nicht ausgehalten. Spät nach Hause kommen und dann das Beste: morgens aufwachen, wann wir wollen und nicht, wann der Kinder-Wecker brüllt! Genial! Kaffee ohne Kinderstreit. Toll! Und dann drei glückliche Kinder empfangen, die sicher bei Mäckes waren, ganz viel Fernsehen durften und einen tollen Ausflug mit den coolsten Tanten und Onkeln der Welt gemacht haben. Ohne uncoole Eltern, die ewig meckern.

Wir haben uns ja auch schon gefreut, als sie alle wieder da waren - so ungefähr 15 Minuten lang - bis die erste Klopperei kam. Übrigens müssen die Kinder wirklich lieb gewesen sein, denn kurz nach dem Ausflug kündigte sich zumindest bei einem Paar Nachwuchs an. Wir freuen uns drauf!!

Quelle: wa.de

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