Länderinitiative

Bis zu zwei Jahre Gefängnis: Gaffer sollen härter bestraft werden

Beim schweren Unfall auf der A3 im November machten Gaffer völlig ungeniert Fotos und Videos.

Düsseldorf - Gaffer sollen nach dem Willen Nordrhein-Westfalens und weiterer Bundesländer härter bestraft werden. "Unser Ziel ist es, Gaffen mit bis zu zwei Jahren Gefängnis zu bestrafen", sagte der Sprecher des NRW-Justizministeriums, Peter Marchlewski.

Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern würden an diesem Freitag einen entsprechende Initiative in den Bundesrat einbringen.

Schon das Fotografieren von Todesopfern unter Strafe gestellt werden. "Und zwar nicht erst, wenn ein Gaffer es wirklich getan hat. Schon wenn der Gaffer versucht, ein solches Foto zu schießen, muss er damit rechnen, für bis zu zwei Jahre ins Gefängnis zu gehen", sagte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU).

Biesenbach verwies bei seinen Äußerungen auf einen schweren Verkehrsunfall mit drei Toten auf der A3 bei Ratingen am 16. November 2017. Damals hatten Verkehrsteilnehmer auf der Gegenfahrbahn Fotos und Handy-Videos von der Unfallstelle gemacht.

Die Polizei Düsseldorf hat in dem Zusammenhang fast 100 Personen ermittelt dank eigener Aufnahmen. Das Gesetz sieht derzeit Bußgelder zwischen 20 und 1000 Euro vor. Freiheitsstrafen sind dort auch angeführt. Allerdings ist das reine Fotografieren von verunglückten Verstorbenen bislang nicht strafbar. Das soll nun geändert werden. - dpa

Quelle: wa.de

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