Hundeführer und Hubschrauber hinzugezogen

Massenauflauf in der Werler City: Großaufgebot der Polizei im Einsatz

+
Gespenstische Szene: Der Hubschrauber leuchtete das Geschehen auf dem Parkdeck aus. 

Werl - Eine aggressive Menschenmenge, Polizeihunde, Hubschrauber: Die Polizei hat in der Nacht zum Ostersonntag in Werl hart durchgreifen müssen. Sogar aus Menden und Unna kam Verstärkung. 

Als die Beamten gegen 22.30 Uhr in der Melsterstraße eintrafen, sahen sie sich laut Polizeibericht einer "aggressiven Menschenmenge von etwa 60 Personen gegenüber". 

Die Leitstelle beorderte weitere Streifenwagen nach Werl, Kräfte aus Menden und Unna kamen zum Einsatz. Neben zwei Hundeführern war auch ein Polizeihubschrauber zeitweise vor Ort, um das Geschehen auf der Straße auszuleuchten. 

Besonders aggressiv soll sich ein 29-jähriger Werler den Polizisten gegenüber gezeigt haben. Er soll sich zunächst geweigert haben, seine Personalien feststellen zu lassen. Später soll er die Beamten angegriffen haben - er wurde durch den Einsatz von Pfefferspray gestoppt. 

Auslöser wohl zwei Vorfälle 

Hier mischten sich demnach auch zwei 24 und 27 Jahre alte Männer ein, die die Polizei als Auslöser der ganzen Lage vermutet - sie sollen gegen 22.15 Uhr an der Walburgisstraße einen 22-jährigen Zuwanderer angegriffen und geschlagen haben. Der 22-Jährige wurde dabei leicht verletzt. Kurze Zeit später kam es nach Erkenntnissen der Polizei zu einem zweiten Vorfall, als ein stark alkoholisierter 26-jähriger Mann aus Ense an der Gänsevöhde drei Zuwanderer bedrohte. 

Alle Beteiligten riefen demnach per Handy "Freunde" dazu - so kam es zu dem Massenauflauf auf dem Parkdeck an der Melsterstraße. 

Den Versuch der 24-und 27-Jahre alten Männer, die Ingewahrsamnahme des 29-Jährigen zu verhindern, beendete die Polizei ebenfalls mit dem Einsatz von Pfefferspray. Daraufhin flohen die Männer. "Da beide jedoch bei den Beamten persönlich bekannt sind, erwarten sie entsprechende Anzeigen", heißt es im Polizeibericht. 

Beamte beleidigt und bedroht

Der 29-Jährige wurde ins Polizeigewahrsam gebracht. Während des Transportes soll er den Streifenwagen vollgespuckt, die Polizisten außerdem massiv als "Buchsenpisser" und "Hurensöhne" beschimpft und bedroht haben. Der stark alkoholisierte Mann verbrachte die Nacht in der Ausnüchterungszelle. 

Bis zur Auflösung des Menschenauflaufs, der eine Reihe Schaulustiger angelockt hatte, war die Melsterstraße für den Verkehr komplett gesperrt. 

Die Polizei fuhr in der Nacht verstärkt Streife in der Innenstadt, um weitere Aufeinandertreffen der Gruppen zu verhindern. 

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion