356 Strafanzeigen in Köln und Leverkusen aufgenommen

Narren müssen ausnüchtern: Dutzende in Gewahrsam der Polizei

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Symbolbild

Köln - An Weiberfastnacht hat die Kölner Polizei 94 Personen vorübergehend im Gewahrsam genommen - vor allem, damit sie ausnüchtern konnten. Zudem gingen 356 Strafanzeigen aus Köln und Leverkusen ein, wie ein Polizeisprecher am Freitag nach einer vorläufigen Bilanz mitteilte.

In den meisten Fällen handelte es sich um Körperverletzung - mit 144 Delikten waren es etwa doppelt so viele wie Weiberfastnacht 2017. Dagegen kam es mit 64 angezeigten Diebstählen hier zu einem Rückgang (2017: 101 Fälle). 

Sechs Sexualdelikte wurden zur Anzeige gebracht. "In zwei Fällen prüfen wir, ob es sich um Vergewaltigung handeln könnte." 

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Die Beamten hätten in der Nacht zu Freitag eine 21-jährige Frau mit Gesichtsverletzungen angetroffen, die von einem sexuellen Übergriff berichtete. Ein Verdächtiger sei kurz darauf in dessen Wohnung festgenommen worden. 

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Eine zweite Frau zeigte einen Übergriff in ihrer Wohnung durch einen Mann an, den sie zuvor beim Feiern kennengelernt hatte. 

Das Konzept der rund 1600 Beamten, aggressive Betrunkene und Straftäter frühzeitig aus dem Verkehr zu ziehen, sei zwar aufgegangen, sagte der Sprecher. "Aber es ist nicht positiv, dass wir bei 94 Personen vorübergehend zu freiheitsentziehenden Maßnahmen greifen mussten."

In Düsseldorf hat die Polizei am Karnevalsdonnerstag deutlich weniger Ärger mit feiernden oder betrunkenen Narren gehabt als im vergangenen Jahr. Es seien zwar zwei Menschen festgenommen worden, insgesamt habe die Polizei am Donnerstag und frühen Freitagmorgen aber nur 250 Mal eingreifen müssen. Im vergangenen Jahr kamen die Beamten noch auf mehr als 350 Fälle. 

Auch die Zahl der Platzverweise ging zurück von 239 Fällen in 2017 auf 166. Insgesamt 38 Menschen wurden in Gewahrsam genommen, es gab 40 Anzeigen wegen Körperverletzung. Allerdings wurden auch zwölf Beamte im Laufe des Tages leicht verletzt, elf davon durch Pfefferspray. 

Gleich zehn Beamte kamen mit dem Reizgas in Kontakt, als vier Karnevalisten die Fensterscheibe einer Pizzeria mit einer Mülltonne zerstörten und das Gas in die Luft sprühten. Insgesamt waren mehr als 400 Polizisten in der Altstadt unterwegs. - dpa

Quelle: wa.de

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