Roboter serviert im Kölner Schokoladenmuseum 

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Schokoladenmuseum Köln

Köln - Im Kölner Schokoladenmuseum werden Besucher künftig persönlich bedient - mehr oder weniger: Ein Roboter reicht ihnen auf Knopfdruck die frisch produzierte Schokolade aus der "gläsernen Fabrik". 

Auch soll der Schokoladenbrunnen im Museum an besucherstarken Tagen doppelt besetzt sein, so dass man sich schneller mit Nachschub versorgen kann. In dem drei Meter hohen Brunnen sprudeln ständig 200 Kilogramm Schokolade. 

Das Privatmuseum im Kölner Rheinauhafen hat im Jahr 600.000 Besucher und gehört damit zu den beliebtesten Museen in Deutschland. 2018 feiert es sein 25-jähriges Bestehen. 

Roboter serviert im Kölner Schokoladenmuseum 


Die Kölner Schokoladen-Tradition wurzelt in der "Kaiserlich-Königlichen Hof-Chocoladen-Fabrik Gebr. Stollwerck", die vor dem Ersten Weltkrieg als größter Schokoladen-Hersteller der Welt galt. Zu den Prunkstücken des Museums gehören die reich verzierten Schokoladenautomaten von Stollwerck, die damals an jeder Straßenecke standen - zur Umgehung der Ladenöffnungszeiten. Wenn man sie mit Münzen fütterte, spuckten sie Schokolade aus - machten aber auch Musik oder erzählten ein Märchen. Die "legende Henne" ließ gackernd ein Blechei fallen, das sich öffnen ließ und Leckereien preisgab - so neu ist das Überraschungsei also nicht. 

Der Schokolade lagen kleine Sammelbilder bei, die von erstklassigen Künstlern wie Max Liebermann, Otto Modersohn und Adolph von Menzel gestaltet wurden. Die Inflation Anfang der 1920er Jahre machte das Prinzip des Münzeinwurfs dann zunichte. 

Eine andere Besonderheit des Museums sind abschließbare Zuckerdosen: Denn Zucker war früher so kostbar, dass er vor Diebstahl - etwa durch die Dienstboten - geschützt werden musste. - dpa 

Quelle: wa.de

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