In Köln noch länger Probleme zu erwarten

News-Ticker zum NRW-Unwetter: 3700 Kräfte im Einsatz

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Düsseldorf - Und schon wieder Gewitter oder ergiebige Regenfälle: Der Donnerstag geht in NRW quasi so weiter, wie der Mittwoch aufgehört hat. Aus Belgien und den Niederlanden zieht erneut eine Front gen Osten, eine Unwetterwarnung allerdings gibt es nicht. Wir fassen im nachfolgenden News-Ticker weitere Einsatzmeldungen von Mittwoch bzw. aus der Nacht und Aktuelles vom Donnerstag zusammen.

+++ News-Ticker hier aktualisieren +++

14.50 Uhr: Landesweit waren nach Angaben des NRW-Innenministeriums mehr als 3700 Frauen und Männer von Feuerwehr und Hilfsdiensten bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. In ganz NRW hatten die Feuerwehren rund 2400 wetterbedingte Einsätze. Allein in Köln wurde die Feuerwehr mehr als 900 Mal gerufen. Ganze Straßenzüge sowie Unterführungen standen unter Wasser. In drei Stadtteilen fiel vorübergehend der Strom aus. Am Donnerstagmorgen zogen erneut Gewitter über das Land, die größtenteils aber glimpflich abliefen. 

14.30 Uhr: In der überfluteten U-Bahn-Haltestelle in Köln hatten Helfer das Wasser bis zum Donnerstagvormittag nahezu vollständig wieder abgepumpt. Nun müsse jedoch die gesamte Technik überprüft und gegebenenfalls repariert werden: "Das ist, als ob ein Laptop in die Brühe gefallen wäre und man es dann wieder herausgefischt und schaut, was man noch retten kann", erklärte ein Sprecher der Kölner Verkehrsbetriebe. "Wir hoffen, dass die Bahnen die Haltestelle möglichst bald zumindest wieder durchfahren können." Ehe dort wieder Fahrgäste ein- oder aussteigen können, werde es aber noch einige Tage dauern.

11.46 Uhr: In vielen Städten und Gemeinden laufen landesweit die Aufräumarbeiten nach dem Unwetter. Herabgefallene Äste werden beseitigt, umgestürzte Bäume zersägt, verstopfte Kanaleinläufe gereinigt, beschädigte Dächer repariert. Ob es im Laufe des Donnerstag noch einmal so ergiebige Regenfälle geben wird, scheint schwer zu prognostizieren: Der DWD warnt vor solchen neuerlichen Güssen, während diverse Regenradar-Apps für den Rest des Tages in NRW eher ruhige Wetterverhältnisse vorhersagen.

10.35 Uhr: Und dann war da noch dieser Tweet über die Zutaten für Kölsch...

10.30 Uhr: Es gibt in den sozialen Netzwerken inzwischen viele beeindruckende Fotos und Videos vor allem aus Köln, die die Wassermassen zeigen. Wir vergeben den symbolischen ersten Preis an diese junge Dame, die kurzerhand ein Schwimmbad eröffnet hat:

10.05 Uhr: Durchaus mit einer Portion Humor mahnt die Polizei Essen angesichts weiterer Regenfälle bei Twitter dazu, neben den Kellerfenstern auch das Schiebedach am Auto zu schließen...

9.46 Uhr: Über das, was sich im Kreis Soest am Mittwoch unwetterbedingt ereignete, berichtet soester-anzeiger.de hier.

9.32 Uhr: Die Feuerwehr Köln spricht bei Facebook alleine für Mittwoch von rund 800 Einsätzen, die mit etwa 350 Einsatzkräften abgearbeitet werden mussten.

9.16 Uhr: Beeindruckende Zahlen aus Köln, wo im Stadtteil Stammheim laut Unwetterzentrale 95 Liter pro Quadratmeter niedergingen. Zur Einordnung: Normal im Juli seien im gesamten Monat 80 Liter...

9.13 Uhr: Die Unwetterzentrale hat gerade veröffentlicht, wo im gesamten Bundesgebiet die heftigsten Windböen gewütet haben: Spitzenreiter war das ostfriesische Aurich mit 100 km/h - dicht gefolgt von der NRW-Kreisstadt Unna mit 98 km/h. Am Flughafen Köln/Bonn wurden 94 km/h gemessen.

9.08 Uhr: Mit überschwemmten Straßen, umgefallenen Bäumen, übergelaufenen Kanaleinläufen und sogar einer umgekippten Straßenlaterne hatte es am Mittwoch während des Unwetters bzw. danach die Feuerwehr Gevelsberg zu tun, die vom Technischen Hilfswerk unterstützt wurde. "So schnell, wie das Unwetter kam, war es auch wieder vorbei", heißt es in einer Pressemitteilung.

9.04 Uhr: Die Feuerwehr Ahlen wurde zu insgesamt 17 Unwettereinsätzen gerufen. Im Stadtgebiet stürzten Bäume auf Fahrbahnen, im Sportpark Nord wurde ein Zelt durch Sturm beschädigt und stürzte ein. Im Einsatz waren alle Löschzüge und die hauptamtliche Wachbereitschaft der Feuerwehr Ahlen. Die Feuerwehr Bochum rückte zu sieben wetterbedingten Einsätzen aus. Auf der Harpener Straße beschädigte ein ca. 15 Meter langer Ast zwei geparkte Autos. An den weiteren Einsatzstellen drohten Äste herunterzufallen. Beschädigte Ampelanlagen im Stadtgebiet mussten durch die Feuerwehr gesichert werden.

Typisches Szenario am Mittwoch in NRW: ein Baum blockiert eine Straße.

8.58 Uhr: Die Freiwillige Feuerwehr Werne (Kreis Unna) verzeichnete lediglich vier kleine sturmbedingte Einsätze. Am schlimmsten erwischte es dabei eine VW-Fahrerin aus Hamm, als ein herabstürzender Ast das Heck ihres Wagens traf und die Heckscheibe zerstörte. Die Fahrerin kam mit einem gehörigen Schrecken davon, erlitt jedoch keine Verletzungen. 

8.51 Uhr: Die Polizei Aachen hat ihre Bilanz veröffentlicht. Trotz Starkregens und zum Teil heftigen Gewittern habe es keine witterungsbedingen Unfälle in der Region gegeben. Vor allem in der Nacht hatte die Polizei die Feuerwehren unterstützt, als herabgefallene Äste oder andere Hindernisse beiseite geräumt werden mussten. Zu erheblichen Behinderungen sei es nicht gekommen.

Dieser Baum ist am Mittwoch in Dortmund während des heftigen Unwetters auf eine Frau gestürzt. Die 51-jährige Frau erlag am Mittwochabend in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

8.34 Uhr: Das Unwetter über NRW hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Eine 51-jährige Frau, die in Dortmund von einem umstürzenden Baum getroffen worden war, erlag am Mittwochabend in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei bestätigte. Das Unglück habe sich im Garten des Hauses in Scharnhorst ereignet, in dem gerade auch Nachbarn zu Gast gewesen seien. Die Polizei geht davon aus, dass der Baum durch das Unwetter mit Gewitter, Wind und Regen umfiel und die Frau unter sich begrub.

Hier geht es zur Wettervorhersage des DWD

8.20 Uhr: Die Kollegen von wa.de haben die Unwetter-Ereignisse in Hamm hier zusammengefasst.

Feuerwehrleute räumen in Bielefeld eine Straße, auf die Teile eines Baumes gefallen waren.

8.17 Uhr: Wie läuft es nach den kräftigen Unwettern in NRW bei der Deutschen Bahn? Nach Angaben eines Sprechers gab es in der Nacht keine Störungen, der Verkehr lief normal an.

Lesen Sie hier unsere Berichterstattung von Mittwochabend

7.55 Uhr: Mal ein Blick über den Tellerrand von NRW hinaus: In Baden-Württemberg fand ein Musikfestival mit Tausenden Besuchern am Mittwochabend ein vorzeitiges Ende. Wind und Regen waren so heftig, dass etwa 3200 Festivalgäste die Karlsbastion auf dem Hohentwiel nahe Singen verlassen mussten. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. Auch über Teile Hessens fegten am späten Mittwochnachmittag Gewitter hinweg. In Mittelhessen stürzten Bäume auf Fahrbahnen. Auf der Autobahn 45 habe das Wasser teilweise bis zu zehn Zentimeter hoch gestanden, sagte ein Polizeisprecher in Gießen.

7.40 Uhr: Ein Blitzschlag hat einen Dachstuhl in Wesel in Brand gesetzt. Der Dachstuhl wurde durch das Feuer am Mittwochnachmittag fast komplett zerstört, wie die Polizei mitteilte. Das Nachbarhaus wurde ebenfalls beschädigt; der gesamte Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Eine Person erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung, ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

7.38 Uhr: Das Wetter soll sich laut dem Deutschen Wetterdienst im Laufe des Tages weiter entspannen, nur noch vereinzelt kann es zu Gewittern kommen. Dann lässt auch der Regen nach. - dpa/eB

Quelle: wa.de

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