NRW-CDU zieht mit Spitzenkandidat Gröhe in die Bundestagswahl

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Landesvertreterversammlung NRW zur Bundestagswahl 2017

Bad Sassendorf (dpa/lnw) - Die CDU in Nordrhein-Westfalen zieht mit dem Spitzenkandidaten Hermann Gröhe in den Bundestagswahlkampf. 238 Delegierte der Landesvertreterversammlung stimmten am Samstag in Bad Sassendorf mit 98 Prozent der abgegebenen Stimmen dafür, den Bundesgesundheitsminister auf Listenplatz 1 zu setzen.

Zuletzt hatte über drei Legislaturperioden Norbert Lammert als Spitzenkandidat den mitgliederstärksten CDU-Landesverbandes angeführt. Der Bundestagspräsident hatte jedoch wie Wolfgang Bosbach bekanntgeben, dass er bei der Wahl am 24. September nicht wieder antritt.

Auf Platz 2 der Landesliste wählten die Delegierten mit 94,3 Prozent Karl-Josef Laumann. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung und Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium ist bislang nicht im Bundestag vertreten. Gröhe zeigte sich nach der Abstimmung zufrieden: "Ich war schon nach dem Votum des Landesvorstands mit Rückenwind nach Bad Sassendorf gekommen. So ein deutliches Ergebnis aber gibt mir persönlich noch einen besonderen Schub für den Wahlkampf", sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur.

Auf den Plätzen 3 und 4 gehen Elisabeth Winkelmeier-Becker (Rhein-Sieg-Kreis) und der ehemalige Landesverkehrsminister Oliver Wittke (Gelsenkirchen) ins Rennen um ein Bundestagsmandat in Berlin. Der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, zieht auf Listenplatz 11 in den Wahlkampf. "Damit bin ich sehr zufrieden", sagte Ziemiak der dpa. Er kam auf 84,4 Prozent Zustimmung. Sein Vorgänger, der 2015 verstorbene Philipp Mißfelder, war bei der Wahl 2013 auf Platz 14 angetreten.

Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, steht nicht auf der Liste. Er tritt im westlichen Münsterland in einem Wahlkreis mit einem für die CDU sicheren Direkt-Mandat an.

Über die CDU-Landesliste, die bis zum Platz 83 besetzt werden soll, können Politiker in den Bundestag einziehen, die in ihrem Wahlkreis kein Direkt-Mandat erreichen. Bei der vergangenen Bundestagswahl reichten die Nachrücker bei der CDU bis zum Listenplatz 50.

Quelle: wa.de

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