NRW-Ministerium erhöht Budget für Integration von Zuwanderern

+

Düsseldorf - Das nordrhein-westfälische Integrationsministerium gibt 2017 mit fast 63 Millionen Euro mehr als doppelt so viel Geld für die Eingliederung von Bürgern mit ausländischen Wurzeln aus als 2012.

Vor fünf Jahren hatte NRW als erstes Flächenland ein Integrationsgesetz verabschiedet. Damit sei die Grundlage gelegt worden für ein flächendeckendes kommunales Netzwerk, bilanzierte Integrationsminister Rainer Schmeltzer (SPD). 

Inzwischen gebe es mit Ausnahme des Kreises Kleve überall kommunale Integrationszentren, die die Arbeit koordinieren und Netzwerke knüpfen. Um die praktische Arbeit vor Ort kümmern sich 163 Integrationsagenturen der Freien Wohlfahrtspflege. 

Trotzdem ist die Zahl der Einbürgerungen in NRW von 2014 auf 2015 um 1165 auf rund 26.600 Bürger gesunken. Im Jahr 2000 hatte die Zahl der Einbürgerungen mit über 65.700 einen Höchststand erreicht. 

Kritik äußerte Schmeltzer an den vom Bund finanzierten Integrationskursen. Sie müssten völlig neu konzipiert werden, forderte er. Die Sprachkurse seien unzureichend, kämen zu spät und schlössen alle Ausländer mit ungeklärtem Status aus. - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare